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Trommelprojektwoche im Grundschulverbund Schulstraße Hilden

Projektwoche im Hildener Grundschulverbund Schulstraße : Der Rhythmus reißt die Zuhörer einfach mit

Dank finanzieller Unterstützung durch die Hamann-Stiftung erlebten 266 Kinder des Grundschulverbunds Schulstraße eine unvergessliche Projektwoche mit der Argandona Trommelwelt.

Aufgeregt wirbeln sie in der Turnhalle umher, als bunte Schmetterlinge, süße Mäuse, putzige Eisbären, drollige Eulen und funkelnde Sterne verkleidet. Was hier wie ein Kostümball wirkt, ist die Szenerie der anstehenden Aufführung einer außergewöhnlichen Trommelreise, für die die Kinder des Grundschulverbunds Schulstraße vier Tage voller Herzblut gelernt, geprobt und kräftig getrommelt haben. Sogar Tonspuren haben die Kinder professionell aufgenommen, um einen perfekten Bühnenauftritt hinzulegen. Eine großartige Erfahrung, fasst Joni zusammen: „Am ersten Tag mussten wir uns noch an die Trommeln gewöhnen, aber danach hat es richtig viel Spaß gemacht“, erzählt der Zehnjährige in seinem weißen Eisbärenkostüm. Er hat eine der wenigen Hauptrollen ergattert und spielt den Anführer der weißen Bären.

Worum es in dem Stück der Argandona-Brüder genau geht, fasst der Zehnjährige schnell zusammen: „Tromelinho ist entsetzt, weil die Sterne am Himmel plötzlich nicht mehr leuchten.“ Mit seinen Freunden Tommy und Matilda reist er um die Welt, um dem Problem auf den Grund zu gehen und die Sterne wieder zum Leuchten zu bringen.

  • Angelica Fleer und 

Richard Schoenherz

⇥Foto:
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Auch für Milou (9), die Matilda spielt, war die Trommelwoche super. „Ich habe schon mal getrommelt, weil meine Oma eine im Wohnzimmer hat“, erzählt die Neunjährige. Der erste Tag im Trommelworkshop habe sich noch nicht gut angehört, urteilt sie: „Das klang alles wie eine laute Klimaanlage.“ Doch nun seien ihre Mitschüler alle im Rhythmus. Für Lotta (8) war es schön, „weil es das erste Projekt, wo alle mitmachen, seitdem wir Corona haben.“

Um die Gemeinschaft zwischen den Kindern wieder zu fördern, eigne sich das Trommeln sehr gut, erzählt Cristóbal Argandona, einer der Musiker und Projektleiter der Trommelwelt. „Ich bilde mir ein, dass es bei den Kindern nach Corona noch besser ankam als vorher.“ Seit sieben Jahren schon bieten die Argandonas aus Köln Trommelreisen an Kitas und Grundschulen an. Das Trommeln fördert die Entwicklung sozialer Kompetenz, Bewegungskoordination, Konzentrationsfähigkeit, Selbstwertgefühl und Kreativität. Außerdem mache es den Kindern unheimlich viel Spaß. „Auch uns hat es nach langer Zeit wieder total viel Spaß gemacht“, sagt der 35-Jährige und lacht.

Dann ist es endlich so weit, der große Auftritt steht an: Weil Eltern der Vorführung pandemiebedingt nicht beiwohnen dürfen, wird die Aufführung aufgezeichnet, verrät Schulleiterin Renate Coenen. „Dann können sich die Familien den Auftritt in Ruhe zu Hause anschauen.“ Die Kinder trommeln sich warm und unter Anleitung voller Freude durch das Stück. Ihre Augen funkeln, sie blühen regelrecht auf, trommeln laut im Takt, singen heiter mit, sodass sogar die Lehrerinnen am Rande der Bühne nicht stillhalten können und ebenso heiter die einstudierten Choreografien tanzen und die Lieder mitsingen.

Die Freude über dieses gelungene Spektakel schwappt binnen weniger Minuten über und selbst Unbeteiligte beginnen unbewusst rhythmisch mit den Füßen mit zu wippen. „Die Kinder so glücklich zu sehen“, schwärmt Coenen mit funkelnden Augen, „da geht einem einfach das Herz auf.“ Zu verdanken sei das nicht nur der Argandona Trommelwelt, die eine „großartige pädagogische Arbeit“ mit den Kindern machen, sondern auch der Hamann-Stiftung, betont die Schulleiterin: „Ohne ihre finanzielle Unterstützung, wäre so etwas Tolles für uns einfach nicht machbar.“