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Hilden: Thiele weist Vorwürfe zurück

Hilden : Thiele weist Vorwürfe zurück

In einem Offenen Brief, den die RP am Dienstag in Auszügen veröffentlicht hat, hat der Sprecher des Elterninitiativkreises der Adolf-Kolping-Schule, Gregor Späte, der Verwaltung unter anderem vorgeworfen, die Vorlage für den Schulausschuss zur Zukunft des Schulstandortes Beethovenstraße sei "in Inhalt und Form tendenziös" und "diene allein der von der Verwaltung gewünschten Auflösung beider Schulen".

"Faktenlage in sachlicher Form"

Dieser Offene Brief sei der Verwaltung von der Elterninitiative nicht zugestellt worden, reagierte Bürgermeister Host Thiel gestern in einer Mitteilung an die Rats- und Schulausschussmitglieder. Die erhobenen Vorwürfe weise er "mit allem Nachdruck" zurück.

Die Sitzungsvorlage stelle die "aktuelle Situation" und die "vollständige Faktenlage" einschließlich des von der Schulrätin Völker geschilderten Moderationsprozesses "umfassend in sachlicher Form" dar und formuliere auf der Grundlage der Empfehlung der Schulrätin einen Beschlussvorschlag.

Thiele widersprach dem Vorwurf Spätes, in die Bewertung sei ein überholtes Konzept eingeflossen: "Das als offizielles Konzept bezeichnete Kooperationspapier der AKS vom 22. Juni 2011 ist im Entwurf der Verwaltung am 22. Juni 2011 zugemailt worden. Die offizielle von der AKS ,freigegebene' Version hat die Verwaltung nach mehrfacher Erinnerung erst am 27. Juni 2011 erreicht", stellt Thiele klar.

Somit hätten im Rahmen des von der Schulrätin Völker geleiteten Moderationsprozesses allein die schriftlichten Vorschläge der AKS vom 9. Mai 2011 berücksichtigt werden können. Thiele: "Es ist in keiner Weise – wie von der Elterninitiative behauptet – als Konzept der AKS ,verkauft, diskutiert und diskreditiert' worden."

Trotz der späten Vorlage des "offiziellen Kooperationspapiers" unmittelbar vor dem Versand der Sitzungsunterlagen sei der Elterninitiative zugesagt worden, dieses Konzept der Sitzungsvorlage noch beizufügen. Das sei auch geschehen. Bereits vorab sei zudem dem Sprecher der Elterninitiative mitgeteilt worden, dass das Arbeitspapier der AKS vom 9. Mai 2011 ebenfalls Bestandteil der Sitzungsvorlage werden wird. "Ein Widerspruch dazu ergab sich nicht", konstatierte der Bürgermeister.

Die Entscheidung zur Schulsituation im Hildener Norden sei für alle Beteiligten und Verantwortlichen "außerordentlich schwierig" und fordere ein "hohes Maß an Sachlichkeit" ein, so Thiele.

Verwaltung und Schulaufsicht hätten auch mit der jetzt erarbeiteten Sitzungsvorlage weiter dazu beigetragen, dass die für die Entscheidungsfindung notwendigen Fakten und Erkenntnisse "umfassend und sachlich" dargestellt worden seien. Thiele hofft, "dass es auch der Elterninitiative gelingt, zu einer solchen Sachdiskussion zurückzukehren".

(RP)