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Tannenbaum kaufen und dabei für die SOS-Kinderdörfer spenden

Hilden : „Alle Bäume suche ich im Sommer im Sauerland aus“

Gerda Grenda (84) dürfte den meisten Hildenern bekannt sein. Sie verkauft seit 27 Jahren an der Gerresheimer Straße 58 Weihnachtsbäume zugunsten der SOS-Kinderdörfer. Mehr als 54.000 Euro sind seitdem  zusammengekommen.

Wie läuft der Verkauf?

Grenda Bis vor kurzem eher schleppend, aber jetzt geht es langsam los. Bei mir kommen die meisten Kunden in der letzten Woche vor Weihnachten, manche sogar an Heiligabend, wenn sie woanders nichts mehr bekommen oder der Baumarkt-Baum bereits anfängt zu nadeln.

Was haben Sie im Angebot?

Grenda Ich biete Nordmänner, Nobilis und Blautannen an sowie einige Exoten, die ich für meine Stammkunden besorge. Alle Bäume suche ich bereits im Sommer im Sauerland aus und markiere sie. In der letzten Novemberwoche werden sie mir dann frisch geschlagen geliefert und der Verkauf beginnt. Immer mehr Kunden stellen sich ihren Weihnachtsbaum nämlich erst einmal beleuchtet auf die Terrasse oder den Balkon, bevor er fürs Fest herein geholt und geschmückt wird.

Was ist das Besondere an Ihrem Weihnachtsbaumverkauf?

Grenda Bei mir wird fast rund um die Uhr verkauft – noch dazu für einen guten Zweck. Die meisten Käufer kommen in den Abendstunden: Da haben sie Zeit, ein Glas Glühwein oder einen Tee zu trinken, Kekse zu essen und sich zu unterhalten. Sie verbringen hier einen netten Abend und etliche Kunden kommen schon in der zweiten Generation. Quasi zwischendurch sehen sie sich das Tannenbaumangebot an und treffen eine Auswahl. Bisher hat noch jeder den passenden Baum gefunden. Den kann er entweder gleich mitnehmen oder erst einmal stehen lassen und ihn später abholen beziehungsweise liefern lassen. Ich habe so viele nette ehrenamtliche Helfer, die mir beim Verkauf, dem Einpacken und sogar der Auslieferung helfen.