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Tagespflege für Senioren am Fliederweg Hilden besteht seit 10 Jahren

Einrichtung am Fliederweg in Hilden feiert runden Geburtstag : Zehn Jahre Tagespflege für Senioren

Rätseln, basteln, debattieren: Die Tagespflege Fliederweg bietet vieles. Zur Feier des runden Geburtstags wurde eine Torte angeschnitten.

An die Floßfahrten erinnert sich Käthe Peters besonders gern. Seit fast acht Jahren gehört die ältere Dame zu den Besuchern der Tagespflege Fliederweg am Seniorenzentrum Erikaweg. Im Sommer geht es – außer im Corona-Jahr – mit den weiteren Besuchern, ihren Angehörigen und den Mitarbeiterinnen auf den Unterbacher See, es wird gegrillt und geklönt. Seit zehn Jahren besteht die Tagespflege Fliederweg. Den Geburtstag feierten Besucher und Mitarbeiterinnen mit einer Torte und einem Baum voller guter Wünsche, umgeben von selbst gebastelter Herbst-Deko und mit Corona-Schutzmaßnahmen. Auch der künftige Bürgermeister Claus Pommer kam hinzu und gratulierte.

Eine letzte Motorrad-Fahrt für einen Motorrad-Fan, Besuch von Hund „Milow“, Rätselraten und der Presseclub, bei dem die RP gelesen wird – Leiterin Stella Jurisa und ihr Team machen jede Menge möglich für die 16 Frauen und Männer, die die Tagespflege besuchen. „Das Team hier ist unser kreativstes und sehr engagiert“, sagt Beate Linz-Eßer, Geschäftsführerin der Seniorendienste Stadt Hilden, mit Blick auf die zahlreichen Angebote.

Pflegefachkraft Helga Smolinski war von Anfang an dabei. Sie erzählt von Gästen, unter denen eine ehemalige Kindergärtnerin einen  Schützling aus ihrer Lehrzeit wiedererkannte, Stella Jurisa berichtet von zwei Klassenkameraden, die sich in der Tagespflege wiedertrafen. „Es ist einfach wunderbar, hier auf so nette Menschen zu treffen“, beschreibt auch Käthe Peters, was für sie der Hauptgrund für den Besuch der Tagespflege ist. Senioren mit den Pflegestufen 1 bis 5, manche im Rollstuhl, manche dement, die  alle noch in den Bus des Fahrdienstes steigen oder gefahren werden können, werden bis zu fünfmal pro Woche in die Tagespflege gebracht.

Verändert habe sich in den vergangenen zehn Jahren vor allem der höhere Bürokratie-Aufwand, berichtet Helga Smolinski. Aber die Arbeit mache wahnsinnig viel Spaß, beschreibt Betreuungsassistentin Barbara Gattermann. Schwierig sei es nur im ersten Winter gewesen, sagt Stella Jurisa: „Da hatte Hilden wochenlang lang kein Salz, nichts war gestreut. Das hat uns bei den Fahrten vor Herausforderungen gestellt.“