Stephanie "Fanni" Pook, Hildens Hoppedine, spricht über Karneval

Hilden : Hoppeditz-Rolle gibt dem Narrenleben Sinn

Stephanie Pook ist von Kindesbeinen an im Karneval aktiv. Angefangen hat alles in einer Kindertanzgruppe.

Sie haben zum 10. Mal als Hoppedine den Hildener Karneval eröffnet und leiten demnächst zum 5. Mal als Sitzungspräsidentin die Damensitzung der Kniebachschiffer. Wer hat Ihnen denn den Karnevalsvirus in die Wiege gelegt?

Stephanie „Fanni“ Pook: Ich komme aus Pegau. Dort gibt es einen Karnevalsverein mit einer sehr guten Jugendarbeit. Ich habe da schon mit zehn Jahren in der Kindertanzgruppe getanzt und bin mit 13 Jahren in die Funkengarde gewechselt. Da habe ich auch angefangen, als Clown Fanni den Kinderkarneval zu moderieren.

Und das haben Sie fortgesetzt, als Sie nach Hilden gekommen sind?

Pook Ja klar. Wenn man einmal Karnevalist ist und so nett im Tanzcorps der Kniebachschiffer aufgenommen wird, dann macht man weiter.

Wie lange haben Sie da getanzt?

Pook: 2008 hatte es sich bei mir ausgetanzt, da habe ich die Stiefel an den Nagel gehängt.

Ganz ohne Karneval ging es danach aber auch nicht?

Pook: Nein, in der Gesellschaft bin ich natürlich geblieben. Karneval ist schließlich nicht nur Tanzen, auch das gesellschaftliche Leben gehört dazu. Zwischen Hoppeditz-Erwachen und Rosenmontag wird gefeiert, aber Karnevalist ist man das ganze Jahr über.

Wie war es, erstmals nicht mehr mit dem Tanzcorps von Auftritt zu Auftritt zu eilen?

Pook: Anders, aber gut. In der Session 2008/09 konnte ich erstmals ganz entspannt in der blauen Kniebachschiffer-Uniform mit zu den Terminen der Gesellschaft gehen.

Lange hat Ihnen das aber wohl nicht gereicht?

Pook:  Es ist schon ein Unterschied, ob man Karneval macht oder Karneval feiert. Ich wurde als Hoppeditz engagiert und mein Narrenleben bekam schnell wieder einen Sinn.

Was fasziniert Sie so am Karneval?

Pook: Als Karnevalistin versuche ich, die Gäste ein Stück weit aus ihrem Alltagsstress zu holen. Außerdem sind die tollen Tage einfach meine Zeit. Ich schaue schon Aschermittwoch, wie lange es noch bis Hoppeditz-Erwachen ist. Und wenn es dann wieder losgeht, ist es nur etwas lästig, dass man Weihnachten noch dazwischengeschoben hat.

Bei so viel Begeisterung wäre es doch nur konsequent, wenn Sie einmal als Prinzessin durch die Session gehen!

Pook: Meine Gesellschaft, die Kniebachschiffer, feiert in zwei Jahren ihr sechsmal elfjähriges Bestehen und ich würde es nur begrüßen, wenn wir ein Prinzenpaar stellen könnten. Ich glaube aber nicht, dass ich es sein werde. Mir reicht es, Hoppedine und Sitzungspräsidentin bei der Damensitzung zu sein.

Ist es nicht langweilig, bei einer Sitzung nur auf der Bühne zu sitzen und sich bei den Künstlern für deren Auftritt zu bedanken?

Pook: Nein, denn nur von der Bühne aus hat man den Blick in den Saal, auf ein ausgelassen feierndes Publikum, auf die bunt Kostümierten, die ihren Spaß haben, für die wir unser Hobby betreiben! Der Sitzungskarneval hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Der Partycharakter nimmt einen immer größeren Raum ein. Die Leute wollen feiern und unterhalten werden.

Was ist für Sie eine gute Sitzung?

Pook: Für mich ist eine gute Sitzung, wenn die Leute sich einfach von der Atmosphäre einfangen lassen, wenn sie sich darauf einlassen und zufrieden nach Hause gehen. Es war eine gute Sitzung, wenn die Leute sagen, dass sie nächstes Jahr wiederkommen wollen.

Wird die Damensitzung am 27. Januar so eine Sitzung werden?

Pook: Ich wünsche es mir! Auf jeden Fall wird es diesmal eine etwas andere Sitzung. Es gibt erstmals eine Pre-Party und eine Cocktail-Bar. Da können die Närrinnen schon mal vorfeiern, während sich Papa zu Hause um die Kinder kümmert.

(Michael Kremer stellte die Fragen)
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