Staraufgebot bei der 24. Auflage der Hildener Jazztage im Juni

Hilden : Die Jazztage grooven sich ein

In drei Monaten starten die Hildener Jazztage – und seit Dienstag ist das Programm bekannt: Unter dem Motto „Groovin’ high“ bringen die Veranstalter zum 24. Mal Musiker der Spitzenklasse in die Itterstadt und sorgen vom 18. bis 23. Juni für internationales Flair.

Drei Monate nur noch, dann ist endlich der 18. Juni. Peter Baumgärtner und Uwe Muth arbeiten seit Monaten auf diesen Termin hin. Die beiden Köpfe hinter den Hildener Jazztagen haben das Programm konzipiert und die Musiker, die Locations und nicht zuletzt die Sponsoren für die 24. Auflage des weit über die Grenzen der Stadt bekannten und beliebten Festivals organisiert. Am Dienstag haben die beiden gemeinsam mit Kulturdezernent Sönke Eichner und Kulturamtsleiterin Eva Dämmer in einem der Auftrittsorte, dem QQTec im Hildener Westen, das erlesene Programm vorgestellt. Und das sieht so aus:

Dienstag, 18. Juni. „Das Eröffnungskonzert findet traditionell im Gewerbepark-Süd statt“, erklärt Baumgärtner. Dort spielt ab 20 Uhr seine Neuentdeckung, das Nau-Trio: Jazz und Latin mit einem ordentlichen Schuss afrikanischer Rhythmen.

Mittwoch, 19. Juni. „Am Wochenende vor den Jazztagen gestalten vier unserer Dozenten einen Jazz-Workshop für Kinder und Jugendliche“, erklärt Kulturamtschefin und Musikschulleiterin Eva Dämmer. Die Ergebnisse werden ab 19.15 Uhr in der Musikschule an der Gerresheimer Straße präsentiert. Ab 20 Uhr übernimmt die Kammerphilharmonie Wuppertal mit den Jazz-Solisten Roman Babik, Mathias Haus, Jan Kazda und Luisa Horst die Bühne.

Donnerstag, 20. Juni. Ein „mainstreamiger Nachmittag“ erwartet die Besucher des Open-Air-Konzerts „Jazz im Park“ in Haus Horst. Ab 15 Uhr erleben sie mit Woodhouse featuring Gaby Goldberg Jazzstandards mit Reggae- oder Funk-Einflüssen. Um 16.30 Uhr betritt der Violinist Sandro Roy (Baumgärtner: „Kracher! Genie!“) die Bühne. Er bringt für seinen „Gypsy Jazz“ den Pianisten Jermaine Landsberger, Schlagzeuger Matthias Gmelin und Bassist Martin Gjakonovski mit.

„Wir sind endlich mal wieder in einer Kirche“, erklärt Baumgärtner, als er vom hochkarätig besetzten Vokalorchester NRW berichtet. Um 18.45 Uhr tritt das Ensemble in der Reformationskirche auf.

Den Abschluss bildet um 20.30 Uhr das Ethno-Jazz-Quartett Masaa in der Gottschalksmühle. „Brillante Musiker, wunderschöne, ästhetische Musik“, sagt Baumgärtner.

Freitag, 21. Juni. Ausnahmegitarrist Frank Wingold, Star-Drummer Jonas Burgwinkel und der gefeierte Bassist Robert Landfermann treten ab 19.30 Uhr im QQTec an der Forststraße auf. Um 21 Uhr übernimmt die Formation Klaro rund um die Altsaxophonistin Karolina Strassmayer die Bühne. Europäische Lyrik verschmilzt dabei mit amerkianischem Jazz.

„Was wären die Jazztage ohne die Blue Note Specials“, sagt Baumgärtner. Um 22.45 Uhr spielt Echo-Jazz-Preisträgerin Anna-Lena Schnabel (Saxofon) und Schlagzeuger Moritz Baumgärtner mit dem Gitarristen Axel Fischbacher und dem Bassisten Stefan Radermacher im Blue Note an der Klotzstraße. Hier wird gejammt und improvisiert.

Samstag, 22. Juni. Die „International Jazznight“ beginnt um 19.30 Uhr mit dem kubanischen Pianisten Ramón Vallé und seiner Combo – reiner, zeitgenössischer Jazz mit kubanischen Einflüssen. Um 21 Uhr folgt Schlagzeug-Star Wolfgang Haffner mit Band und seinem Projekt „Kind of Spain“, in dem er traditionelle spanische Musik mit Jazz verbindet. Den Abschluss des sensationell besetzten Konzerts bildet die Band Pimpy Panda. „Die Jungs werden die Stadthalle zum Zappeln bringen“, sagt Baumgärtner.

Sonntag, 23. Juni. Im Open-Air-Wohnzimmer der Jazztag, der Grünanlage der Capio Klinik im Park, startet um 14 Uhr Pianistin Natalie Kiés. Mit Schlagzeug- und Bass-Begleitung nimmt sie die Zuschauer mit auf eine Reise jenseits aller Genre-Grenzen. Ab 15.30 Uhr spielt die niederländische Formation Red an der Hagelkreuzstraße. Orgel, Schlagzeug, Saxofon und Trompete bringen Musik der 50er und 60er Jahre auf die Bühne. Um 17 Uhr betritt die Band Seba Kaapstad die Bühne. „Wir wollen tanzen, singen, weinen und lachen“, so die Musiker.

Violinist Sandro Roy und Jermaine Landsberger. Foto: Sensitive Colours
Der kubanische Pianist Ramón Vallé eröffnet die Jazznight. Foto: Wilfried Heckmann
Schlagzeug-Star Wolfgang Haffner tritt im Rahmen der „International Jazznight“ in der Stadthalle auf. Foto: Sensitive Colours
Veranstalter, Vertreter der Stadt Hilden und Sponsoren bei der Präsentation des Programms. Foto: Zelger, Thomas

Um 18.45 Uhr beginnt das letzte Konzert der Jazztage im Fabry-Museum. – und das ist besonders außergewöhnlich besetzt: mit Posaune und Schlagzeug. Björn Lücker schwingt die Sticks, während Blechbläser Andreas Schickentanz mit ihm gemeinsam improvisiert. Baumgärnter: „Das ist kein Konzert zum Ausplätschern. Das zeigt, dass wir ein Jazzfestival sind.“