Hilden: Stadtwerke mit gutem Ergebnis

Hilden : Stadtwerke mit gutem Ergebnis

Das Hildener Versorgungsunternehmen erwirtschaftete 2010 einen Gewinn von 1,55 Millionen Euro. Alle Hauseigentümer der Itterstadt können online kostenlos erfahren, ob sich ihr Dach für eine Solaranlage eignet.

Die Stadtwerke Hilden haben 2010 gut gewirtschaftet. Das Versorgungsunternehmen, an dem seit 2005 die Stadtwerke Düsseldorf mit 49,9 Prozent beteiligt sind, erwirtschafteten mit 1,55 Millionen Euro ein positives Ergebnis. Am Mittwoch stellten Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Scholz und Geschäftsführer Hans-Ullrich Schneider den Geschäftsbericht vor.

Schneider betonte den "Mehrwert für Hilden". So seien aus den Erträgen nicht nur die Verluste aus dem Bäderbetrieb (1,46 Millionen Euro) aufgefangen worden. Vielmehr habe das Versorgungsunternehmen 3,7 Millionen Euro an Konzessionsabgabe an die Stadt abgeführt und 629 000 Euro Gewerbesteuern gezahlt. Umgerechnet sei damit der städtische Haushalt um 131 Euro je Bürger (56 000) entlastet worden.

Die Erdgaspreise seien, nach zwei Preissenkungen im Jahr 2009, in den beiden Folgejahren nicht erhöht worden. Auch beim Strom seien die Tarife seit Januar 2010 nicht erhöht worden. Mit Hildorado und Waldbad leisteten die Stadtwerke "einen erheblichen Beitrag zur Wohnwertsteigerung". Mehr als 40 000 Schüler hätten beim Schulschwimmen Wassersicherheit gewonnen.

Investitionen in den Umweltschutz

Die Investitionen summierten sich im Vorjahr auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Davon entfielen 825 000 Euro auf das Stromnetz und 879 000 Euro auf das Gasnetz, in dem mehrere Übergabestationen und zwei Versorgungsleitungen erneuert wurden. Der Ausbau des Netzes sichere letztlich auch 152 Arbeitsplätze, betonte der Stadtwerke-Geschäftsführer.

Der Aufsichtsrat hat schon im Dezember zugestimmt, dass in den nächsten sieben bis acht Jahren 20 Millionen Euro für erneuerbare Energien investiert werden sollen. Dabei ist unter anderem gedacht an Beteiligung der Stadtwerke an Windparks, an Energiegewinnung aus Biomasse und den Ausbau von solarer Energie-Gewinnung. Dabei will der Versorger auch die Bürger einbinden. Auf der Internetseite haben Hauseigentümer die Möglichkeit, konkret für ihr Haus zu erfahren, ob die Dachflächen für eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage geeignet wären.

Ladestationen noch wenig genutzt

Die Elektro-Mobilität ist ein weiterer Schwerpunkt. Mit dem Bau und Betrieb von drei Ladestationen setzten die Stadtwerke einen Schwerpunkt. Wobei Hans-Ullrich Schneider einräumte, dass die Ladestationen bislang noch recht wenig genutzt wurden. Lediglich bei 3M — das Unternehmen setzt selbst ein Elektroauto ein — gebe es bereits eine Mitarbeiterin, die auch privat ein Strom-Fahrzeug nutzt. Kunden nutzen rege die Möglichkeit, das Elektroauto der Stadtwerke auszuleihen.

www.stadtwerke-hilden.de

(RP)
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