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Stadtwerke Hilden beobachten Entwicklung bei Waldbad-Tickets

Hilden : Waldbad-Tickets: Stadtwerke beobachten Entwicklung

Die Kritik an dem Online-Buchungssystem der Stadtwerke ebbt nicht ab. Neben der Tatsache, dass die Tickets fürs Waldbad nur online erhältlich sind, bemängelt Gäste, dass die Bezahlung nicht per Lastschrift möglich ist.

Während auf der einen Seite viele Waldbad-Besucher mit der Online-Abwicklung beim Ticketkauf glücklich sind, das unkomplizierte Verfahren loben und sich über die kurze Wartezeit am Eingang freuen, fühlen sich weiterhin viele Menschen ausgeschlossen. Denn die Stadtwerke bieten ausschließlich die digitale Möglichkeit an, Karten zu kaufen. Und das ärgert viele Hildener, die gerne ein paar Bahnen ziehen möchten, die aber kein Internet haben oder die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten nicht nutzen können/wollen. Neben dem Internet-Bezahlstandard Paypal können Kunden das Online-Zahlungssystem Sofortüberweisung oder die Kreditkarte nutzen. Mittels Bankeinzug über die EC-Karte ist eine Bezahlung nicht möglich.

Renate Hundertmark aus Haan besucht seit 40 Jahren regelmäßig das Waldbad, zieht ihre Bahnen. Sie besitzt auch einen Computer mit Internetanschluss, aber weder eine Kreditkarte noch einen Account bei einem Online-Zahlungssystem. Sie ist enttäuscht, dass sie nicht per Bankeinzug bezahlen kann. „Ich habe auch schon bei den Stadtwerken angerufen und wollte mir helfen lassen“, sagt sie. Doch ohne Erfolg. Sie hofft wie viele andere, dass die Stadtwerke doch noch eine andere Möglichkeit für den Ticketerwerb in Betracht ziehen.

Doch danach sieht es nicht aus, wie Stadtwerke-Sprecherin Sabine Müller auf Nachfrage erklärt. „Wir müssen die Kontaktdaten unserer Gäste erfassen“, sagt sie. Um diesen Verwaltungsakt nicht erst am Eingang abzuwickeln und dadurch die Wartezeit deutlich zu verlängern, müssen sich die Gäste bereits im Vorfeld anmelden und die Daten eingeben – dann drucken sie sich einen QR-Code aus, der nur noch eingelesen werden muss. Alternativ zeigen sie den Code auf ihrem Smartphone. Die Beschwerden über dieses Verfahren hielten sich in Grenzen, bei den Stadtwerken selbst rufen nur wenige verärgerte Kunden. „Aber wir behalten die Situation im Auge“, verspricht sie.

Die Betreiber anderer Freibäder, beispielsweise die Solinger Bäderbetriebe, bevorzugen zwar die Online-Abwicklung, bieten aber auch Offline-Kaufmöglichkeiten an. Die Tickets für das Heidebad gibt es unter anderem in der Ohligser Buchhandlung Kiekenap, Düsseldorfer Straße 56.