1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Stadtrat beschließt in Hilden dritte Eingangsklasse für Lindgren-Schule

Astrid-Lindgren-Schule in Hilden : Hildener Stadtrat beschließt dritte Eingangsklasse

Mit der Entscheidung für die Einrichtung einer dritten Eingangsklasse endet eine hochemotional geführte Diskussion. Bis Ende der Woche erhalten die betroffenen Eltern einen Infobrief der Stadt, wie es nun weitergeht.

Die Astrid-Lindgren-Schule im Hildener Süden wird im Sommer mit drei Eingangsklassen starten. Ursprünglich waren nur zwei vorgesehen. Die Mehrheit des Hildener Stadtrates hat für die zusätzliche Klasse am Mittwochabend den Weg freigemacht – nach der Abstimmung brandete Applaus der betroffenen Eltern in der Stadthalle auf. Die Gegner der Zusatzklasse schüttelten resignierend den Kopf.

In der Bürgersprechstunde zuvor hatten sich viele Eltern zu Wort gemeldet. In der anschließenden politischen Diskussion tauschten die Fraktionen in der komplizierten Situation noch einmal alle Argumente aus: Die Gegner erklärten unter anderem, dass sie eine Aushebelung des Schulentwicklungsplans (SEP) befürchten und damit andere Grundschulstandorte bedroht seien. Die Befürworter betonten beispielsweise, dass der SEP nicht gefährdet sei und dass es sich um eine einmalige Nachsteuerung im Sinne des Elternwillens handele.

Im Hildener Süden gibt es in diesem Jahr einen Überschuss an Schülern, sodass die Astrid-Lindgren-Schule deutlich mehr Anmeldungen als Plätze hatte. Da im Sommer jedoch ein dreizügiger Jahrgang die Schule verlässt, stehen dort Räume und Lehrer zur Verfügung, um theoretisch eine dritte Eingangsklasse zu bilden.

  • Amira Serifovic mit ihren Kindern Naida
    Dritte Eingangsklasse für die Astrid-Lindgren-Schule? : Hildener Schulstreit geht in die letzte Runde
  • Weil es um die Einrichtung einer
    Stadt erwartet viele Zuschauer in Hilden : Ratssitzung wird per Lautsprecher übertragen
  • tobias.dupke@rheinische-post.de
    Dritte Eingangsklasse für die Astrid-Lindgren-Schule Hilden : Nein

Die abgewiesenen Schüler hätten ursprünglich zur Wilhelm-Busch-Schule (WBS) gehen sollen. Da in diesem Fall auch dort die Kapazitäten erschöpft gewesen wären, hätten WBS-Schüler an die Grundschule an der Schulstraße verwiesen werden sollen. Doch das ist nun nicht mehr nötig – was dazu führt, dass an der Schulstraße laut Schulleiterin Renate Coenen nur noch 32 Anmeldungen vor allem von Schülern mit Förderbedarf vorliegen.

Die Verwaltung wird sich in den kommenden Tagen per Infoschreiben bei den Eltern melden, die ihre Kinder an der Lindgren-Schule angemeldet und bereits Absagen erhalten hatten. Das erklärte Schuldezernent Sönke Eichner. Der Brief sei bereits vorbereitet und werde kurzfristig verschickt. Darin erklärt die Stadt das weitere Vorgehen. So sollen sich die Eltern bis zum 11. März bei den Schulleitungen melden. Danach können auch alle anderen Schulen ihre Zu- und Absagen verschicken.

(tobi)