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Spende Statt Kundengeschenke: Kinderschutzbund erhält 4500 Euro

Spende Statt Kundengeschenke : Kinderschutzbund erhält 4500 Euro

Christa Cholewinski, die Geschäftsführerin des Hildener Kinderschutzbundes, ist glücklich: 4500 Euro hat die Hildener Firma Böllinghaus Steel gespendet. Geld, das der Verein gut gebrauchen kann: "Bereits 2016 hat die Stadt Hilden ihre Zuschüsse von jährlich 4000 auf 2000 Euro halbiert. Dieses Jahr wird es wohl noch weniger werden. Zum Glück dürfen wir die Räume hier mietfrei nutzen." Der Hildener Kinderschutzbund widmet sich zwei großen Aufgaben: Er hilft Kindern, die ein Familienmitglied verloren haben, bei der Trauerarbeit und versorgt junge Familien mit Babyschlafsäcken gegen den plötzlichen Kindstod: "In den letzten zwei Jahren häuft es sich, dass Kinder Vater oder Mutter durch Krebs oder Suizid verlieren.

Christa Cholewinski, die Geschäftsführerin des Hildener Kinderschutzbundes, ist glücklich: 4500 Euro hat die Hildener Firma Böllinghaus Steel gespendet. Geld, das der Verein gut gebrauchen kann: "Bereits 2016 hat die Stadt Hilden ihre Zuschüsse von jährlich 4000 auf 2000 Euro halbiert. Dieses Jahr wird es wohl noch weniger werden. Zum Glück dürfen wir die Räume hier mietfrei nutzen." Der Hildener Kinderschutzbund widmet sich zwei großen Aufgaben: Er hilft Kindern, die ein Familienmitglied verloren haben, bei der Trauerarbeit und versorgt junge Familien mit Babyschlafsäcken gegen den plötzlichen Kindstod: "In den letzten zwei Jahren häuft es sich, dass Kinder Vater oder Mutter durch Krebs oder Suizid verlieren.

Warum, weiß ich auch nicht. Mittlerweile nehmen wir schon Kontakt zu den betroffenen Familien auf, wenn der oder die Angehörige noch lebt", berichtet Christa Cholewinski den Vertretern der Firma Böllinghaus, die vorbeigekommen sind, um sich über die Arbeit des Kinderschutzbunds zu informieren. Außerdem sei man gut vernetzt und leite Hilfesuchende an die richtigen Stellen in Hilden weiter. Hartwig Härtel, der geschäftsführende Gesellschafter von Böllinghaus, erklärt, wie es zu der Spende kam: "Früher haben wir Kunden und Lieferanten zu Weihnachten Wandkalender und Wein geschenkt, aber inzwischen wollen viele das gar nicht mehr.

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Behörden schicken die Geschenke sogar zurück, weil sie sich nicht dem Vorwurf der Korruption aussetzen wollen." Deswegen habe man beschlossen, das Geld lieber für einen guten Zweck zu spenden. Die Wahl fiel auf den Kinderschutzbund, "weil meine Frau ihn kennt und vorgeschlagen hat", gesteht er. -"Die Kunden finden das gut", weiß seine Tochter und Marketingchefin bei Böllighaus, Nina Härtel. Christa Cholewinski erklärt, wie sich der Kinderschutzbund finanziert: "Wir haben rund 100 Mitglieder, die mindestens 30 Euro pro Jahr zahlen.

Um unsere Arbeit machen zu können, müssen zusätzlich mindestens 24.000 Euro an Spenden pro Jahr hereinkommen." Hartwig Härtel geht davon aus, dass Böllinghaus auch 2017 wieder auf Weihnachtsgeschenke verzichtet und lieber den Kinderschutzbund unterstützt. Dieser erwartet bereits am Donnerstag eine weitere Zuwendung: Mercedes-Benz aus Düsseldorf wird 2000 Euro übergeben. "Dieses Geld ist projektbezogen und soll für die Anschaffung von Baby-Schlafsäcken verwendet werden", erklärt die Geschäftsführerin.

Neue Pläne habe man erst einmal nicht: "Wir sind gut ausgelastet und bräuchten mehr Geld und Personal, um weitere Angebote auf die Beine zu stellen", stellt die Geschäftsführerin klar.

(RP)