Hilden: Stadtbücherei stellt sich auf mehr Spiele ein

Hilden: Stadtbücherei stellt sich auf mehr Spiele ein

"Gaming" lautet das Gebot der Stunde, hinzu kommt ein "Makerspace".

Die Bücherei ist ein Ort der Begegnung und des Miteinander-Lernens: Das wurde in Hilden bereits vor Jahren erkannt und konsequent umgesetzt, so dass das Angebot des Hauses als modern gelten kann und gut angenommen wird. "Bibliotheken sind keine reinen ,Medienverleihstationen' mehr", heißt es jetzt in einer Information an den Ausschuss für Kultur und Heimatpflege, der gestern getagt hat. Tatsächlich wurden allein im Vorjahr mehr als 1000 Mädchen und Jungen aus Kindergärten, Familienzentren und Grundschulen durch die Bibliothek geführt. Leseförderung bleibe ein Schwerpunkt der Bücherei-Arbeit, und dazu sei es nötig, schon Kindergartenkindern die Scheu zu nehmen und ihnen die Bücherei mit allen Dienstleistungen zu zeigen.

Auf zwei Punkte will sich die Bücherei unter der neuen Leiterin Nadine Reinhold in diesem Jahr aber besonders konzentrieren, sie sollen ausgebaut werden. Sie heißen "Gaming" und "Makerspace". Bei den Spielangeboten sei man sowohl bei den klassischen Gesellschaftsspielen als auch bei den Konsolen- und Minispielen gut ausgestattet, jetzt soll es um eine Vernetzung und um zusätzliche Angebote gehen. So wird das Spielmobil häufiger eingebunden, wenn es nach der Bücherei geht. Die VR-Brille soll selbst gebastelt werden, der Lego-Bereich wird mit Lego Worlds auf PCs erweitert. Für nachgefragte Konsolen wie die Playstation 4 und die Nintendo Switch sollen weitere Spiele angeschafft werden. Auch im Bereich der vorhandenen Tablets der Bücherei ist an ein Update gedacht.

Nach mehr Aufwand klingt der Punkt "Makerspace". Dahinter versteht man einen Ort des gemeinschaftlichen Arbeitens, Lernens, Entdeckens und Teilens, der mit Werkzeugen ausgestattet ist. Im Fokus stehe die Idee des gemeinsamen Schaffens, heißt es in der Info der Bücherei. Konkreter sind die Vorstellungen, wenn es um einen dazugehörenden Aktionstag geht. Vorgeführt werden dann der 3-D-Drucker, es gibt einen Kurz-Workshop Nähen sowie Workshops für Kinder in denen Weben, Buch- und Kartengestaltung im Mittelpunkt stehen. Der Aktionstag soll im September stattfinden und wendet sich ausdrücklich an alle Altersklassen - neben jungen Familien sollen sich auch Jugendliche und die ältere Generation angesprochen fühlen: "Das Besondere der Makerspace-Bewegung ist, dass Menschen mit vielfältigen Interessen in die Bücherei kommen, um Neues zu entdecken und Wissen zu teilen", so Nadine Reinhold.

Die Kosten - dazu zählen auch Neuanschaffungen im Bereich Bücher - sind bereits im Haushaltsplan für 2018 enthalten.

(RP)