Stadt saniert 2019 zwei Kunstrasenplätze

Schul- und Sportausschuss: Stadt saniert 2019 zwei Kunstrasenplätze

Die Plätze Kalstert und Weidenweg kommen als erste dran, ab 2021 folgen dann Bandsbusch und Furtwänglerstraße.

Die Kunstrasenplätze Kalstert und Weidenweg haben in Hilden den größten Sanierungsbedarf. Die Mitglieder im Schul- und Sportausschuss einigten sich daher jetzt mehrheitlich darauf, an beiden Plätzen bereits im kommenden Jahr umfangreiche Sanierungsarbeiten in Angriff zu nehmen.

Danach soll es ein Jahr Pause bei Investitionen in diesem Bereich geben. Und ab 2021 stehen dann Sanierungen der Plätze Furtwänglerstraße und Bandsbusch auf der Tagesordnung. Der Stadtrat muss dieser Regelung noch zustimmen.

Die Stadtverwaltung schlägt vor, als Verfüllmaterial für die Platzerneuerungen  Gummigranulat zu verwenden. Das sei zwar teurer als Sand und nicht so neu wie Kork, aber immerhin der am meisten eingesetzte Verfüllstoff in Deutschland. Er habe sich auch in seiner Funktionalität bewährt.

Erwin Weber, Vorsitzender des SV Hilden Ost, erfuhr am Freitagnachmittag von unserer Redaktion von der Entscheidung. „Ich freue mich sehr“, sagte er. „Jetzt können die wichtigen Arbeiten endlich in Angriff genommen werden.“

Ähnlich äußerte sich Holger Reinders von der Sportvereinigung Hilden 05/06. „Wenn alles so umgesetzt wird, wie jetzt angedacht, freuen wir uns sehr“, sagte Reinders. Immerhin sei der Zustand des Sportplatzes mittlerweile ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl, die Eltern treffen, wenn sie ihre Kinder im Sportverein anmelden: „Ob das nun in Hilden ist oder in Langenfeld, ist für viele zweitrangig – die Bedingungen zählen.“ Umso wichtiger sei die jetzige Beschlussfassung.

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„Die unterschiedlichen Kostenansätze für die einzelnen Jahre der Finanzplanung resultieren aus den voneinander abweichenden Platzgrößen“, teilt die Stadt mit.

Für die Planung des Platzes Kalstert werden in 2018 etatisierte Mittel genutzt. 2019 ist aber weiterhin ein Ansatz von 20.000 Euro  für den vorsorglichen Austausch eines abgespielten Bereichs auf dem Platz Furtwänglerstraße eingeplant. Erst im Sommer hatten sich Politiker zuständiger Fachausschüsse davon überzeugt, dass der Kunstrasenplatz Weidenweg unbespielbar ist.  Überall auf dem Platz taten sich damals Risse auf, in denen Spieler mit ihren Stollen hängenbleiben und böse stürzen können.

All das soll bei der kommenden Sanierung nun beseitigt werden, auf dass der Platz für die nächsten zehn bis zwölf Jahre wieder uneingeschränkt nutzbar werde. „Wir hoffen jetzt nur, dass es der Stadt gelingt, in ihrer Ausschreibung auch entsprechende Firmen zu finden, die beide Sportplätze hintereinander sanieren können“, sagt Holger Reinders. Angesichts der aktuellen Handwerkerkrise sei das nun einmal keineswegs eine absolute Selbstverständlichkeit.

Weniger Probleme sehen Holger Reinders und sein Kollege Erwin Weber allerdings in der Bauphase selbst: „Da werden sich die Vereine untereinander  wieder helfen, um den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten.“

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