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Stadt Hilden lässt zwei Kunstrasenplätze erneuern

Hilden : Stadt lässt zwei Kunstrasenplätze erneuern

Bis 18. August sollen die Arbeiten am Kalstert und am Weidenweg abgeschlossen sein. Die Kosten sind sogar noch niedriger, als ursprünglich geschätzt (620.000 Euro), sagt Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann.

Die Arbeiten am Weidenweg sollten bereits am 21. Juni beginnen, kündigte Dezernent Sönke Eichner im Schul- und Sportausschuss an. Binnen fünf Tagen soll der alte Kunstrasen aufgenommen sein. Wenn das mal klappt: Als RP-Fotograf Stephan Köhlen Montagmittag ein Foto machen wollte, waren keine Arbeiten zu erkennen und keine Arbeiter zu sehen. Zunächst soll der Kunstrasen am Weidenweg ausgetauscht werden, dann am Kalstert. Eine Firma saniert beide Plätze. „Bis 18. August soll alles fertig sein, hat das Unternehmen versprochen“, so Eichner.

Für den Junior-Cup Ende Juni hat der SV Hilden Ost den Sportplatz Schützenstraße reserviert, berichtete Claudia Ledzbor, Leiterin des Sportbüros der Stadt, auf Nachfrage aus dem Schulausschuss: „Für alle Fälle.“ „Ich hoffe, dass das Thema jetzt vom Tisch ist“, meinte Christoph Bosbach (SPD) und spielte damit auf den politischen Wirbel an, den die CDU mit ihrem Antrag verursacht hatte.

Rückblick: Sechs Kunstrasenplätze hat die Stadt angelegt. Der älteste ist der Sportplatz Furtwänglerstraße. Diverse Plätze müssen erneuert werden. Deshalb hatte die Verwaltung auf Antrag der CDU einen Plan gemacht. Ab 2019 sollte jeweils ein Platz saniert werden. Zuerst Kalstert, in 2020 dann der Kunstrasen am Weidenweg. So hatte es übrigens auch der Schul- und Sportausschuss in einer Sondersitzung am 23. August 2018 beschlossen. In der Sitzung am 8. September verlangten jedoch mehrere Fraktionen, in diesem Jahr auch noch zusätzlich den Platz Am Weidenweg zu erneuern. Der neue Kunstrasen für Kalstert und für den Weidenweg kostet jeweils geschätzt 310.000 Euro, zusammen also 620.000 Euro. Dieses Geld musste der Stadtrat schon im Dezember 2018 im Vorgriff auf dem Haushalt 2019  freigeben. Beide Maßnahmen sollten zusammen ausgeschrieben werden. Die Verwaltung erhoffte sich dadurch ein besonders gutes Angebot.

Das scheint geklappt zu haben, bestätigt Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann: „Wir müssen weniger als 620.000 Euro zahlen.“ Betrachtet man die Baukosten, ist ein Kunstrasenplatz mehr als doppelt so teuer wie ein Naturrasen- oder ein Tennenplatz. Rechnet man die Kosten pro Spielstunde um (Baukosten, zwölf Jahre Nutzung, jährliche Pflegekosten) dann ist ein Kunstrasen mit 24 Euro deutlich günstiger als ein Naturrasen (95 Euro) oder ein Tennenplatz (29 Euro). Kunstrasen-Plätze werden bevorzugt in den Sommermonaten erneuert. Auch wegen der Witterung. Die Erneuerung ist eine Aufgabe für Fachfirmen. Deren Zahl ist überschaubar. Weil viele Städte ihre Kunstrasenplätze in den Sommermonaten machen lassen wollen, sind die Auftragnehmer häufig im Stress.