Fußball: Verdiente Niederlage - aber das besondere Ehrentor

Fußball : Verdiente Niederlage - aber das besondere Ehrentor

Fortuna Düsseldorf II - 1. FC Wülfrath 4:1 (2:0). "Keine Frage - die Niederlage ist verdient", so FCW-Trainer Jörg Vollack. Der Verbandsliga-Spitzenreiter war klar spielbestimmend, zeigte den besseren Fußball. Allerdings profitierten die Fortunen bei ihren vier Toren von Fehlern der Wülfrather. Eine kleine Genugtuung blieb dem FCW: Das 1:3 durch Daniel Nigbur war nach 790 Saison-Minuten der erste Gegentreffer der Düsseldorfer.

Von Beginn an brachten sich die Wülfrather selbst in Verlegenheit. Unnötige Rückpässe auf Torhüter Bastian Honnacker, Querschläger wegen technischer Mängel und Fehlpässe nutzten die Fortunen zur frühen 2:0-Führung. Nach einer Freistoßflanke von Daniel Wilczek kam der Ball "irgendwie" zu Ivan Pusic, der aus 18 Metern zum 1:0 ins rechte Eck traf (15.). Nur zwei Minuten später leistete sich Davide Venturiello leichtfertig einen Ballverlust an der Mittelllinie, Ivan Pusic flankte vom linken Flügel und Sinisa Nedeljkovic erhöhte mit einem abgefälschten Schuss auf 2:0. Die Wülfrather mussten zwangsläufig ihre abwartende Haltung aufgeben und kamen zu "kleinen" Chancen durch Stanislav Tesic, Daniel Nigbur, Daniele Varveri und Florian Körs. Doch entweder war der sichere Keeper Patrick Nettekoven auf dem Posten oder die Abwehrspieler um den umsichtigen Deckungschef Farid Loukil waren zur Stelle. Auf der Gegenseite hätten Ivan Pusic und Asim Kus erhöhen können.

Riesenchance zum 2:3 ausgelassen

"Wir hatten uns in der Kabine vorgenommen, den Druck zu erhöhen", erläuterte Jörg Vollack. Beinahe wäre auch der Anschlusstreffer gefallen, aber der 15-Meter-Schuss von Florian Körs verfehlte um Zentimeter das rechte Eck (58.). Stattdessen fiel das 3:0 durch Dirk Böcker, der das Leder nach einem Doppelpass mit Asim Kus unter die Latte schlenzte (60.). Kurz darauf gerieten die Düsseldorfer in Unterzahl (62. gelb-rote Karte für Ivan Pusic) und kurzzeitig ins Schwimmen. Vor allem nach dem 1:3 durch Daniel Nigbur auf Vorlage von Dennis Homann (70.). "Wenn wir dann die Riesenchance zum 2:3 reinmachen, wäre das Spiel vielleicht sogar gekippt: Nach einer weiten Flanke und einer Kopfball-Vorlage trudelte der Ball die Torlinie entlang, aber weder Daniel Nigbur oder Florian Körs drückten das Leder ins Netz (77.). Nachdem Dennis Homann an Patrick Nettekoven gescheitert war (79.), fiel die Entscheidung - wieder unter Wülfrather Mithilfe: Nach dem Eckstoß von Redouan Yotla köpfte Dirk Böcker völlig unbedrängt über den ebenfalls postierten Bastian Honnacker den Ball zum 4:1 ein (84.).