Handball : Unitas enttäuscht

Im Gipfeltreffen der Handball-Verbandsliga schwinden den Haanern Ende der zweiten Halbzeit die Kräfte. Die Bergischen Panther nutzen die Schwächephase konsequent aus und verteidigen die Tabellenführung.

Bergische Panther – DJK Unitas Haan 29:24 (15:15). Es gab viele Gemeinsamkeiten bei den Protagonisten des absoluten Topknallers der Handball-Verbandsliga vor rund 500 Zuschauern in der proppevollen Hilgener Max-Siebold-Halle. Beide hatten einen überragenden Werfer mit Spielertrainer Ceven Klatt sowie Moritz Blau. Das gleiche galt für die Keeper Ilja Fuchs und Sascha Grünwald oder die sehr offensiven Deckungsreihen, die ausgelegt waren, leichte Gegenstoßtreffer zu markieren. Doch am Ende gab es einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Der Sprit reichte bei den Gästen einen Tick länger. So besiegte der Primus den direkten Verfolger in einer sehenswerten Begegnung auf gutem Niveau letztlich verdient und machte einen großen Schritt Richtung Titel.

Entsprechend fielen die Kommentare der Verantwortlichen aus. "Ich bin überglücklich. Unsere bessere Deckungsleistung in der zweiten Halbzeit war wichtig. Außerdem haben wir im Angriff zum Schluss die besseren Antworten gehabt", strahlte der überragende Ceven Klatt. Sein Gegenüber Jörg Müller war hingegen frustriert: "Leider haben wir auf den Schlüsselpositionen die Kräfte verloren und von der Bank kam kein adäquater Ersatz. Darum ging die bis dahin gute Linie verloren."

Damit trafen beide Trainer in ihrer Analyse den Nagel auf den Kopf. Denn bis tief in die zweite Halbzeit hinein entwickelte sich ein zähes Ringen um jeden Zentimenter Boden, das beide Teams mal hier, mal da vorne sah, ohne dass sich indes eines vorentscheidend absetzen konnte. Über 2:2 (4.), 6:6 (10.) und 12:12 (24.) wogte es bis zum 19:19 (45.) munter hin und her. Dann verlor die Unitas, bei denen einige Leistungsträger Verschnaufpausen brauchten, kurz die Orientierung und geriet mit 21:24 (52.) in Rückstand – der Anfang vom Ende. Dazu funktionierte die frühe Manndeckung gegen Klatt durch Marcel Obermeier (15.) plötzlich nicht mehr. Immer wieder entschwand der flinke Allrounder, netzte selbst ein oder riss Lücken.

Torhüter Ilja Fuchs hatte jetzt tausend Arme und Beine, entschärfte zahllose Bälle. Dazu wachten im Positionsangriff die zuvor blassen Erwin Reinacher oder Simon Kluge auf, markierten mit tollern Einzelleistungen wichtige Tore. Spätenstens nach dem 26:21 durch einen Tempogegenstoß von Marcel Mutz (54.) war eine Vorentscheidung gefallen.

(fralo)