Handball: Unitas bezwingt Vizemeister

Handball : Unitas bezwingt Vizemeister

In der Handball-Verbandsliga schaffen die Haanerinnen erstmals einen Sieg in der Halle der HSG Radevormwald – der richtige Abschluss für eine erfolgreiche Saison.

Radevormwald/Herbeck – SG Unitas Haan/Hildener AT 23:25 (8:12). Es war eine Premiere: Noch nie gelang der Unitas zuvor ein Sieg in der Halle der HSG Radevormwald – bis zu diesem Sonntag. "Es war auf jeden Fall ein gelungener Saisonabschluss", bilanzierte Matthias Wacker. Der personell dezimierte Vizemeister Radevormwald zeigte sich ungewöhnlich schwach, ging in der gesamten Partie der Handball-Verbandsliga nie in Führung. Der Zustand der HSG eröffnete der Unitas die Möglichkeit, hier den Hebel anzusetzen. In der ersten Halbzeit knackte das Team um Mittelfrau Heike Limberg regelmäßig die Deckung der Gastgeberinnen. Unnötigerweise entwickelte sich die zweite Halbzeit aber noch zu einem Handball-Krimi, auch wenn der keine Bedeutung mehr für die Platzierung in der Liga hatte.

Gleich zu Beginn setzte sich die Unitas ab. Bei der Heimmannschaft war die Luft raus. Einige unmotiviert Würfe aus dem Rückraum in die Hände der Torhüterinnen – mehr hatte der Vizemeister nicht zu bieten. In der Konsequenz verwandelte die Unitas die daraus resultierenden Tempogegenstöße und setzte sich auf 5:12 (26.) ab. "Wir haben 25 Minuten super gespielt. Besonders die Deckung stand kompakt. Radevormwald fehlte der Drang zum Tor, die Spielerinnen wollten sich nicht wehtun", erklärt Wacker. Dennoch kassierte die Unitas in den letzten anderthalb Minuten drei Gegentreffer, darunter zwei Kontertore und einen Siebenmeter. Zur Pause behaupteten die Haanerinnen zwar einen Vier-Tore-Vorsprung, doch die Differenz war Wacker zu wenig. "Wir hätten mehr aus den ersten 30 Minuten herausholen müssen. Da dachte ich mir schon, dass es noch einmal knapp werden könnte", so der Coach.

Die Befürchtungen des Trainers bewahrheiteten sich. Zwar führe die Unitas auch in der zweiten Halbzeit meist mit vier bis fünf Toren, mussten aber vier Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer der HSG hinnehmen. Radevormwald läutete mit dem Treffer zum 17:22 eine Aufholjagd ein, die erst mit dem 21:23 (56.) endete. In dieser Phase agierten die Gastgeberinnen weitaus engagierter, gingen zum ersten Mal mit Druck auf die Nahtstellen der Abwehr – zum Sieg reichte es jedoch nicht. Svenja Fischer erlöste die Unitas mit dem Treffer zum 25:23 30 Sekunden vor dem Abpfiff.

"Am Ende zählt der Sieg und der gelungene Saisonabschluss. Außerdem haben wir ein Zeichen für die nächste Saison gesetzt", freut sich Matthias Wacker. Das Team trainierte die Woche über hart und belohnte sich mit der Leistung in Radevormwald selbst. Auf den Tabellenplatz hat der Erfolg aber keine Auswirkungen. Die Unitas behauptet unverändert Platz drei hinter der SG Überruhr und der HSG Radevormwald.

Nächsten Dienstag hat das Wacker-Team noch die Chance, das Sahnehäubchen auf eine gelungene Saison zu setzen. Denn die Unitas trifft im Finale des Düsseldorfer Kreispokals auf den Oberligisten Neusser HV. Anpfiff ist um 20.30 Uhr (Sporthalle Adlerstraße).

(RP)