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Basketball: TuS 96 muss in die Oberliga

Basketball : TuS 96 muss in die Oberliga

Nach 15 Jahren Zugehörigkeit zur 2. Regionalliga ist jetzt der Abstieg der TuS-Basketballer besiegelt. Der Sieg im Kellerduell beim Leichlinger TV reichte den Hildenern nicht mehr.

Leichlinger TV — TuS Hilden 77:95 (34:44). Im Kellerduell der 2. Regionalliga boten die Basketballer des TuS 96 noch einmal eine engagierte Leistung. Letztlich aber reicht der deutliche Sieg nicht zum Überleben. Denn Mitkonkurrent DJK Südwest Köln holte im Abstiegskampf mit einem 84:75-Erfolg bei Capone Düsseldorf die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt.

Ausgerechnet das angeschlagene Capone-Team empfangen die Hildener am Samstag in der Fabriciushalle (19.30 Uhr), doch selbst ein Sieg hilft der Mannschaft von Thomas Schierburg nun nicht mehr weiter: Nach 15 Jahren in der 2. Regionalliga steht nun der Neuaufbau in der Oberliga an. Ob es einen radikalen Umbruch gibt, vermochte der TuS-Trainer noch nicht zu sagen. "Wir haben überhaupt noch keine Gespräche geführt", lässt Schierburg seine Zukunft in der Itterstadt offen. "Noch kein Spieler hat deutlich gesagt, was er vorhat", gilt das auch für das Gros der Mannschaft.

Zu Beginn leisteten die Leichlinger, die bereits vor dem Anpfiff als erster Absteiger feststanden, noch Gegenwehr. Bis zum 17:17 (6.) war die Begegnung vollkommen offen, dann lag der LTV sogar mit 20:17 (7.) in Front. In der Schlussphase des ersten Viertels zogen die Hildener jedoch das Tempo an und sicherten sich mit einem 10:0-Lauf eine 27:20-Führung.

Vor allem die Rückkehr von Bastian Becker wirkte sich positiv aus. Letztes Wochenende hing der Flügelspieler wegen des Flugverbots noch in Polen fest. Nun avancierte er gleich wieder zum besten Werfer im Hildener Team.

Auf der anderen Seite gestand Björn Jakob: "Bei uns ist einfach die Luft raus. Ich habe den Spielern Einsatzzeiten gegeben, die sonst nicht so viel Spielzeit bekommen haben." Der LTV-Coach musste mit Christoph Wodaege, Andreas Kolk, Lars Heischmann, René Wedehase und Dennis Kummerow gleich auf fünf Center verzichten.

Im zweiten Abschnitt wogte das Geschehen erneut hin und her. "Da haben wir einiges ausprobiert", berichtete Thomas Schierburg. Mit Blick auf die abschließende Aufgabe gegen Capone bekamen Trainersohn Lukas und Phillipp Gey mehr Einsatzzeit auf der Aufbauposition, während Zuri Williams pausieren durfte. In der Defensive hatten die Hildener den LTV nun besser im Griff, zugleich aber mangelte es nun an der Ausbeute im Angriff. Trotzdem behauptete der TuS zur Pause ein Zehn-Punkte-Polster.

Nach dem Seitenwechsel neigte sich die Waagschale wesentlich deutlicher zugunsten der Gäste. Die TuS-Basketballer bauten ihren Vorsprung sogar auf 63:46 (27.) aus. Ende des dritten Viertels führten sie mit 71:56.

Auch im Schlussabschnitt dominierten die Hildener die Begegnung, verpassten letztlich aber die 100er-Schallmauer. "Am Ende hat mein Team die Zügel schleifen lassen, deshalb habe ich 30 Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal eine Auszeit genommen und die Mannschaft auf das wichtige Spiel gegen Capone hingewiesen", erklärte Thomas Schierburg.

Letztlich war das vergebliche Liebesmühe, denn wenig später machte die Kunde des Kölner Sieges bereits die Runde im TuS-Lager. Den Grund für den Abstieg sah Schierburg in den Wochen zuvor. "Wir hätten ein oder zwei der knappen Begegnungen gewinnen müssen", blickte er hadernd zurück.

(RP)