Leichtathletik: Sprungbrett zur Weltmeisterschaft

Leichtathletik : Sprungbrett zur Weltmeisterschaft

Damit am Wochenende beim Mehrkampf-Meeting im Stadion alles rund läuft und die Athleten mit tollen Leistungen glänzen können, ist jede Menge Arbeit im Hintergrund gefragt – der TV Ratingen mobilisiert viele Ehrenamtler.

Damit am Wochenende beim Mehrkampf-Meeting im Stadion alles rund läuft und die Athleten mit tollen Leistungen glänzen können, ist jede Menge Arbeit im Hintergrund gefragt — der TV Ratingen mobilisiert viele Ehrenamtler.

Ratingen Der Blick auf den Kalender treibt beim TV Ratingen derzeit niemandem die Schweißperlen auf die Stirn. Zwar sind es nur noch zwei Tage, bis sich die Mehrkampf-Elite erneut im städtischen Stadion trifft, doch organisatorisch läuft alles in geordneten Bahnen. Beim TV und auch im Sportamt der Stadt wissen alle, worauf es bei der Veranstaltung ankommt. Kein Wunder, schließlich ist es nicht das erste Mal, dass alle an einem Strang ziehen, um den Wettkampf auf die Beine zu stellen.

Das Treffen der besten Mehrkampfsportler, findet in diesem Jahr zum 15. Mail in Ratingen statt. Für die deutschen Sportler ist der Wettkampf diesmal von entscheidender Bedeutung. Für die Zehnkämpfer und die Siebenkämpferinnen geht es darum, sich mit guten Leistungen für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Austragungsort der internationalen Titelkämpfe vom 27. August bis zum 4. September ist das südkoreanische Daegu.

Im Ratinger Stadion entscheidet, sich, welche deutschen Frauen und Männer beim Saisonhöhepunkt in Südkorea an den Start gehen und um die Krone der Leichtathletik kämpfen dürfen. Umso wichtiger ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die der TV Ratingen aus den eigenen Reihen gewinnen konnte. Sie übernehmen unter anderem die Betreuung der Aktiven, die Pflege der Anlagen, die Bewirtung der Gäste und kümmern sich um viele andere Kleinigkeiten.

Die meisten Helfer engagieren sich schon seit Jahren für das Sportfest der Spitzenathleten. Das weiß auch Frank Kowalski, Veranstaltungs-Direktor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zu schätzen: "Ratingen lebt diese Veranstaltung. Man kann den Mehrkampf durch die Nähe der Anlagen förmlich atmen." Die besten deutschen Athleten, die bis zum Wochenende die WM-Norm von 8200 (Zehnkampf) beziehungsweise 6150 Punkten (Siebenkampf) noch nicht erfüllt haben, bekommen in Ratingen ihre letzte Chance.

"Um ihre Bestleistung abzurufen, treffen die deutschen Starter auf Topathleten aus dem Ausland, die die hervorragenden Bedingungen in Ratingen nutzen wollen", betont Frank Kowalski.

Hochmotiviert ist auch Jennifer Oeser, die für den TSV Bayer Leverkusen startet. Sie will und zum dritten Mal hintereinander in Ratingen gewinnen. Neben den deutschen Duellen hoffen die Organisatoren unter anderem auf eine Startzusage der beiden Weltmeister und Gewinner von Götzis, Trey Hardee (USA) und Jessica Ennis (Großbritannien). Ebenso haben sich die kubanischen Zehnkämpfer um den zweifachen Ratingen-Sieger Yordani Garcia und den Olympia-Dritten Leonel Suarez angekündigt.

(RP/rl)
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