Leichtathletik: Schmidt gewinnt EM-Bronze

Leichtathletik : Schmidt gewinnt EM-Bronze

Die Athletin der LG Hilden überzeugt auch bei der U 23-Europameisterschaft im tschechischen Ostrava. Erneut bleibt die Langsprinterin über die 400 Meter unter 53 Sekunden.

Bereits im Vorlauf lieferte Lena Schmidt mit einer Zeit von 52.75 Sekunden über die 400 Meter eine glänzende Leistung ab. Am Samstag wusste die Athletin der LG Hilden auch im Finale der U 23Europameisterschaft im tschechischen Ostrava zu überzeugen – am Ende freute sich die Studentin riesig über die Bronzemedaille hinter den Russinnen Olga Topilskaya und Yuliya Terekhova.

Die Anspannung war bereits beim Start immens. Die Holländerin Marit Dopheide musste der Nervenbelastung Tribut zollen – ein Fehlstart zog die Disqualifikation nach. Im zweiten Versuch schnellten dann alle Läuferinnen zur rechten Zeit aus den Startblöcken: Lena Schmidt auf Bahn drei, direkt daneben auf Bahn vier Yuliya Terekhova und Olga Topilskaya auf Bahn sechs. Für die Hildenerin war das zweifelsohne ein Vorteil, denn so hatte sie die beiden Favoritinnen vor sich im Blick. Angesichts der bisherigen Überlegenheit der beiden Russinnen ging Lena Schmidt gleich auf den ersten 50 Metern mehr Risiko. "Wir wollten die Russinnen kitzeln", erklärte Bundestrainer Tobias Kofferschläger.

Auf den ersten 300 Metern war die LG-Athletin deutlich schneller als noch im Vorlauf. Topilskaya focht das nicht wirklich an – schließlich ist ihre persönliche Bestleistung bei 51.10 Sekunden notiert. Doch Terekhova konnte die Hildenerin in der letzten Kurve knacken. Mit einem deutlichen Vorsprung ging Lena Schmidt auf die Zielgerade, musste dann aber auf den letzten 40 Metern ihrem hohen Tempo Tribut zollen. Topilskaya dagegen packte noch einmal den Turbo aus, flog förmlich heran und fing im letzten Moment noch die Silbermedaille ab – drei Hundertstelsekunden später querte auch Lena Schmidt die Ziellinie.

Von Trauer war bei der Studentein trotzdem nicht die Rede. "Das ich hier heute mit einer Medaille nach Hause gehe, ist der absolute Hammer", war sie nach dem Rennen sichtlich überwältigt. Diese Einschätzung teilte auch Tobias Kofferschläger: "Lena hat sich hier sensationell verkauft. Diese erste Einzelmedaille ist der verdiente Lohn für die harte Zusammenarbeit in der Vergangenheit." Mit dieser Leistung etablierte sich die Hildenerin endgültig in der europäischen Spitze und reist nun selbstbewusst zur Deutschen Meisterschaft in Kassel. Angesichts dieses Auftritts scheint Lena Schmidt nun auch der Staffel-Start bei der Weltmeisterschaft in Daegu (Südkorea) fast sicher.

(RP)
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