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Tanzsport: Premiere mit Energie und Hüftschwung

Tanzsport : Premiere mit Energie und Hüftschwung

Die Formation der TSG Blau-Weiß Hilden startet in ihre zweite Landesliga-Saison. Zur Generalprobe war die Tribüne in der Aula der Albert-Schweizer-Schule voll besetzt. Das Publikum bekam erstmals die neue Choreographie zu sehen.

Energiegeladen und leidenschaftlich präsentierte sich die Latein-Formation der TSG Blau-Weiß Hilden bei ihrem ersten Auftritt vor Publikum. Obwohl während der sechsminütigen Show aus Samba, Rumba, Paso Doble, Cha Cha und Jive noch nicht alle Linien perfekt passten und das eine oder andere Paar ein wenig aus der Reihe tanzte, überzeugte das Team die Zuschauer in der Aula der ehemaligen Albert-Schweizer-Schule. Von der Tribüne schallten laute Anfeuerungsrufe und viel Applaus für die neue Choreographie auf die Fläche.

"Wir haben das Thema people aus der vergangenen Saison noch einmal aufgegriffen und variiert, weil die Musik den Charakter des Teams perfekt wiedergibt", sagte Trainerin Tanja Mielke. Sie feilte ein halbes Jahr lang an jedem Schritt und jeder Armbewegung, um die Paare auf ihre zweite Landesliga-Saison vorzubereiten.

"Die Tänzer sind während des intensiven Trainings noch mehr zusammengewachsen. Sie tragen sich gegenseitig, denn es erfordert viel Motivation und Mannschaftsgeist, um über so lange Zeit konzentriert zu bleiben und immer gute Leistungen abzurufen." Die Formation habe sich vor allem technisch sehr verbessert. "Wir haben besonders an Synchronität und Rhythmus gearbeitet", berichtete Mielke von den Vorbereitungen .

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Sie legt neben exakten Schrittfolgen viel Wert auf Koordination, Kondition und Krafteinheiten. "Was so leicht aussieht, erfordert erhebliche Fitness." Diese Erfahrung machte auch Marius Bartusch, als er vor acht Jahren mit dem Sport begann. "Zuerst war ich skeptisch, weil ich dachte, das ist nur herumhopsen", sagte der 24-Jährige offen. Als Motorsportler und Hockeyspieler suchte er ursprünglich etwas mehr Rasanz. "Dabei habe ich das Tanzen unterschätzt. Es erfordert viel Disziplin und ist richtig anstrengend."

Den chronischen Herrenmangel kann er allerdings auch nicht ausgleichen. "Es ist schwierig, Männer zu gewinnen. Die meisten haben eine falsche Vorstellung von dem Sport. Die meisten, die bereit sind, es auszuprobieren, bleiben auch", sagte Mielke. Marius hat seine beste Freundin Daniela Büttner motiviert, mal zum Training mitzugehen. "Nun tanzen wir schon das zweite Jahr in der Formation, haben hier Freunde gefunden und wollen in dieser Saison noch besser abschneiden", betonte die 22-Jährige. Vom Oberliga-Aufstieg wagt die Trainerin allerdings noch nicht zu sprechen. "Das wäre ein Traum, den alle Mannschaften haben. Zunächst haben wir uns zum Ziel gesetzt, bei den Turnieren jeweils das große Finale der besten fünf Teams zu erreichen."

Zum ersten Wettkampf fahren die Hildener am 17. Februar nach Borken. "Wir hoffen, dass uns ganz viele Fans dorthin begleiten und uns anfeuern." Sie machten den Paaren bereits bei der Präsentation mit viel Beifall Mut. Im zweiten Durchgang wich die anfängliche Anspannung aus den Gesichtern und die Tänzer in engen Spitzenoberteilen und knappen Glitzerkleidern setzten sich auf dem Parkett ausdrucksvoll in Szene.

(domi)