Tennis : Neuer Name, neues Konzept

Das Deutsche Tennis-Ranglistenturnier des TC Stadtwald feiert seine 14. Auflage, diesmal aber unter dem Namen BMW-Stadtwald-Cup. Außerdem gibt es nun eine A- und B-Konkurrenz.

Das traditionelle DTBRanglistenturnier des TC Stadtwald steht in den Startlöchern. Zwölf Jahre lang erwarb es sich als HTC-Cup einen großen Bekanntheitsgrad. Mit der Fusion der beiden Tennisvereine HTC Rot-Weiß und HAT änderte sich nicht nur der Name des Vereins, sondern auch des Turniers.

Die 14. Auflage nennt sich nun BMW-Stadtwald-Cup und würdigt damit das Engagement des Hauptsponsors Autohaus Hans Brandenburg. "Neben Golf und Fußball stellen wir uns auch im Tennisbereich neu auf", erläutert Ralf Brandenburg. "Wir sind nicht nur in elitären Sportarten wie Golf aktiv, sondern engagieren uns auch im Leistungs- und Breitensport", unterstreicht der Geschäftsführer.

Für Dieter Dolze ist die finanzielle Unterstützung Gold wert, denn das Ranglistenturnier ist vor allem Werbung in eigener Sache. "Wir wollen möglichst viel Interesse für den Tennissport wecken", sagt der neue Vorsitzende des TC Stadtwald. Trotz der Erfolge der deutschen Tennisdamen halten sich Anfragen wie "Was ist Tennis, kann man da auch mitmachen?" noch in Grenzen. "Wir wollen die Anfragen steigern, und das geht nur, wenn man überall präsent ist", weiß Dolze. Und fügt hinzu: "Wir wollen Breitensportler erreichen, und das kann man nicht, wenn man hinter verschlossenen Türen arbeitet."

Der TC Stadtwald geht zudem mit einem neuen Konzept in das Turnier. Denn erstmals gibt es keine Qualifikationsrunde. Stattdessen teilt sich der Wettbewerb in ein A und B-Feld auf. Grundlage ist die Deutsche Rangliste. Die besten Damen und Herren treten in der AKonkurrenz an. Vier so genannte Wildcards bieten Spielern, die zum Beispiel durch eine lange Verletzungspause in der Rangliste an Boden verloren, die Möglichkeit, ebenfalls in der höheren Gruppe zu starten. Bei den Herren plant Turnierleiter Wilfried Schwetzel mit einem 32er Feld, bei den Damen mit einem 24er Feld. Insgesamt locken 2700 Euro Preisgeld. Für den Sieger in der A-Konkurrenz der Herren gibt es 600 Euro. Die Gewinnerin bei den A-Damen erhält 400 Euro. Während die A-Konkurrenz Tennis auf ganz hohem Niveau bieten soll, richtet sich der B-Wettbewerb vor allem an Akteure, die in Bezirks- und Verbandsligen zum Einsatz kommen.

Noch ist der Zuspruch überschaubar, doch Wilfried Schwetzel ist sicher, dass in der nächsten Woche die Zahl der Anmeldungen erheblich zunimmt. "Erfahrungsgemäß kommen die meisten erst kurz vor Meldeschluss", weiß er. Nach einer einjährigen Turnierpause nahmen 2010 rund 80 Akteure den Wettstreit auf. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, wieder in dreistellige Dimensionen vorzudringen.

Mit der erfahrenen Inga Hildesheim (DTB 972) sowie den Talenten Gina Schleichert (16 Jahre, DTB 380) und Lina Hohnhold (13 Jahre, DTB 519) meldeten sich bereits drei Spielerinnen des TC Stadtwald für den Cup an. Bei den Herren vertritt zumindest Nicolas Taprogge (DTB 1009) die Farben des Ausrichters in der A-Konkurrenz. Noch nicht sicher ist, ob die letztjährigen Gewinner Korina Perkovic (TEC Waldau Stuttgart) und Nicolas Bruns (TC Aschaffenburg) zur Titelverteidigung antreten.

Meldeschluss für die Einzelkonkurrenz der Damen und Herren ist am Freitag, 15. Juli, 12 Uhr. Für das Mixed-Turnier verlängert sich die Frist bis zum Dienstag, 19. Juli, 18 Uhr. Die Auslosung ist am Freitag, 15. Juli, um 15 Uhr geplant. Ab Montag, den 18. Juli, geht es dann auf der Anlage des TC Stadtwald an der Elberfelder Straße 179 rund. 16 Ascheplätze hat der Verein zur Verfügung. Auf maximal zehn davon kämpfen die Sportler dann eine Woche lang um Ranglistenpunkte. Die Endspiele steigen am Sonntag, den 24. Juli.

(RP)
Mehr von RP ONLINE