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Fußball: Morgen steigt das Derby am Hoffeld

Fußball : Morgen steigt das Derby am Hoffeld

Die Fußballer des VfB 03 wollen sich für die Niederlage im ersten Ortsduell revanchieren. Und der SV Nord möchte ein zweites Mal die Oberhand behalten. Beste Voraussetzungen also für die vorgezogene Landesliga-Partie, die um 16 Uhr beginnt.

VfB Hilden – SV Hilden-Nord. In der Itterstadt gehen an diesem Wochenende die Fußball-Uhren wieder etwas anders. Denn morgen ist Derby-Zeit auf dem Kunstrasen an der Hoffeldstraße. Um 16 Uhr treten die Landesliga-Rivalen VfB 03 und SV Nord erneut in den direkten Wettstreit ein. Das erste Ortsduell in der Hinrunde entschieden die Norder mit 2:1 für sich. Die Elf von Thomas Knüfermann lieferte einen aufopferungsvollen Kampf, um dem Ansturm des VfB 03 in der turbulenten Schlussphase standzuhalten. Danach trennten sich die Wege der beiden Mannschaften. Während der SV Nord mit zehn Punkten in sechs Partien den Anschluss an die obere Tabellenregion hielt, tat sich das Team von Michael Kulm in den folgenden Wochen vor der Winterpause sehr schwer, holten in den nächsten vier Begegnungen lediglich einen Punkt. Erst der Sieg über den TSV Bayer Dormagen im letzten Spiel vor Weihnachten beendete den Negativtrend.

Mittlerweile sind die Kontrahenten wieder Tabellennachbarn. Auch wenn die Norder aktuell sieben Zähler mehr auf dem Konto haben als der VfB 03, spricht Thomas Knüfermann von einem Duell auf Augenhöhe. Zudem rechnet er mit einem engagiert auftretenden Gastgeber. "Der VfB will die Niederlage im ersten Derby sicher revidieren", sagt er. Und hofft deshalb auf einen spannenden Schlagabtausch. "Das sind doch die besten Voraussetzungen für ein schönes Spiel", betont er. Wohlwissend, dass taktische Zwänge aus dem Lokalkampf auch einen Langweiler machen können – so geschehen vor zwei Jahren, als sich die Kontrahenten auf dem Naturrasen an der Furtwänglerstraße einen mauen Kick lieferten. Das soll sich nicht wiederholen. "Nach dem ersten Tor geht es bestimmt munter los", verspricht er eine offensivere Ausrichtung seiner Mannschaft. Und schließt nicht aus, sich vielleicht selbst als Spieler einzutragen. "Ich selbst habe noch kein Derby in Hilden verloren", baut der 41-Jährige auch etwas auf Aberglauben.

Auch Michael Kulm will den Zuschauern eine schöne Partie bieten. "Wir wollen uns bestimmt kein Remis ermauern", verspricht er. Vielmehr will der Trainer des VfB 03 die Chance nutzen, Werbung für den Verein zu machen. "Die Wettervorhersage ist gut, deshalb hoffe ich, dass viele Zuschauer an den Hoffeld kommen", appelliert er an die eigenen Fans. Rund 300 bis 500 Besucher prognostiziert er, Kollege Knüfermann nennt die Zahl 400 – auch hier sind sich die beiden Übungsleiter also ziemlich einig.

Zwar fuhr der VfB 03 zuletzt zwei Siege in Folge ein, doch das will Kulm nicht überbewerten. "Das waren noch keine fußballerischen Glanzlichter", relativiert er den Auftritt seiner Truppe. Immerhin vermeldet die Abwehr nun mehr Stabilität. Trotz der zweifellos noch vorhanden Defizite will der 44-Jährige jedoch "nicht ergebnisorientiert spielen". "Die Mannschaft hat die Bereitschaft, die nötige Spielfreude an den Tag zu legen", berichtet er nach einer intensiven Trainingswoche. Fügt aber hinzu: "Fußball hängt von vielen Faktoren ab." Und tituliert im gleichen Atemzug den SV Nord als "klaren Favoriten".

Längst ist der Lokalkampf auch für Michael Kulm keine normale Partie mehr. "Ich habe schon gemerkt, dass es für viele das Spiel des Jahres ist. Deshalb sollen es die Jungs ruhig als etwas Besonderes annehmen", unterstreicht er die Bedeutung des Ortsduells. Das bestätigt auch Thomas Knüfermann. "Die Jungs sind einfach im Derby-Fieber. Es wird über nichts anderes mehr geredet", sieht er die Vorzeichen für einen spannenden Wettstreit gegeben. Zumal er selbst in personeller Hinsicht die Qual der Wahl hat. Bis auf Benjamin Thoma (Rückenbeschwerden) ist der Kader komplett. "Mit Julian Bumbulllies, Alfred Ziegler, Lamine Kaiser und Pascal Weber streiten sich vier Leute um zwei Positionen", heizt er den internen Konkurrenzkampf deshalb noch einmal an. Trotz der verletzten Sven Röttgen, Florian Marx und Markus Zimmermann hat auch Kulm keine Aufstellungssorgen. Zwar musste Lionel Kumpesa in diesen Tagen wegen einer starken Erkältung das Bett hüten, doch der zuletzt privat verhinderte Geoffrey Reich kehrt zurück.

(RP)