Fußball: Jetzt kommt der Spitzenreiter

Fußball : Jetzt kommt der Spitzenreiter

Die Stimmung im Lager des SV Nord ist derzeit prächtig. Nun will der Landesliga-Dritte auch dem VfR Neuss ein Bein stellen, denn ein Sieg bringt den Hildener Fußballern Platz zwei ein.

Hilden-Nord – VfR Neuss. Die Laune von Thomas Knüfermann ist in diesen Tagen gläzend. "Wir freuen uns, dass wir wieder ein Spitzenspiel haben", sagt der Trainer des SV Nord vor dem Duell gegen den Tabellenführer. Entsprechend ambitioniert gingen die Hildener in dieser Woche die Übungseinheiten an. Nicht nur der Sieg im Ortsderby gegen den VfB 03 beflügelte, sondern auch der klare Erfolg im Nachholspiel in Bösinghoven tat ein Übriges – das Selbstbewusstsein der Norder ist enorm gestiegen.

Für Knüfermann ist es auch ein Wettstreit mit alten Kameraden wie Dean Puseljic, Ralf Criens und Marc Schüttler. Immerhin trug der 41-Jährige einst selbst einmal für sechs Monate das Neusser Trikot. Jetzt aber steht der Versicherungsfachmann an der Seitenlinie und warnt vor einer kompakten VfRTruppe, "die aber auch verwundbar ist". Kein Zweifel: Auch diesmal peilen die Norder auf eigenem Kunstrasen einen Sieg an. Wohlwissend, dass die Gäste bis zum Abpfiff gefährlich sind und oft erst in den Schlussminuten die entscheidenden Treffer erzielen. Auf der anderen Seite machten gerade die Hildener in dieser Saison schon einige Male die Erfahrung, dass eine Begegnung am Ende noch kippen kann. Im Lokalkampf gegen den VfB 03 wusste die Knüfermann-Truppe das allerdings zu verhindern.

Mit einem Sieg schaffen die Hildener den Sprung auf Platz zwei. Von mehr mag Thomas Knüfermann gar nicht reden. "Auf Dauer ist es nicht verkehrt, mit ein oder zwei Punkten zurück in Lauerstellung zu sein und dann in den letzten vier Spielen anzugreifen", sagt er mit einem verschmitztem Lächeln. Allerdings weiß er um die Unwägbarkeiten des Geschäfts. "Jeder Gegner ist stark, wenn man oben steht", findet er.

Auch bei Jörg Ferber steigt der Stimmungspegel. Denn bislang verloren die Neusser nur einmal – weil sie bei den Sportfreunden Baumberg wegen fehlender Zahlungen nicht antraten. Doch das ist Schnee von gestern. Jetzt will der Trainer vor allem eins: Keine Schwäche zeigen. Eine Änderung der bislang erfolgreichen Taktik kommt für ihn deshalb nicht in Frage. Zumal sein Team mit Kai Pelzer und Mustafa Paktiani in der Zentrale und mit Sascha Pelka und Mehmet Yilmaz in der Innenverteidigung überdurchschnittlich besetzt ist. Den Hildenern dagegen fehle es an der Konstanz, sagt Ferber.

(RP)