Handball – die richtige Wahl

Handball – die richtige Wahl

Christian Hoße gehört zu den Leistungsträgern des Bundesliga-Aufsteigers Bergischer HC. Der 22-Jährige fing einst bei der Unitas Haan an, wechselte aber schon als C-Jugendlicher nach Solingen.

Christian Hoße hat sich mit dem Bergischen HC einen Traum erfüllt. Letzter Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison: Der TV Hüttenberg führt die Tabelle mit einem Punkt vor dem BHC an. Die Bergischen Löwen gewinnen mit 25:22 in Aue. Zugleich verliert der Spitzenreiter mit 25:26 in Saarlouis und verspielt den sicher geglaubten Aufstieg in die Bundesliga.

Immerhin, die Hüttenberger qualifizierten sich über den "Umweg Relegation" für die Erste Liga. Für Christian Hoße war es nicht nur aufgrund des fantastischen Endes eine hervorragende Saison. Der 22Jährige hat Jens Reinarz auf der linken Außenbahn leistungsmäßig überholt und dürfte für die Showbühne des Handball-Oberhauses bereit sein.

Dabei hätte Christian Hoße auch Fußballer werden können. Als Sechsjähriger mischte der geborene Haaner im Handball und Fußball mit. "Aber ich fand das Fußballtraining so doof, dass ich meinen Eltern gesagt habe, ich wolle nie wieder dorthin gehen", erläutert er und ergänzt in aller Bescheidenheit: "Ich glaube, so schlecht wäre ich gar nicht geworden." Doch die Wahl fiel auf Handball. Bereut hat er die Entscheidung nie. Die bisherige Karriere kann sich schließlich sehen lassen.

  • Bergischer HC : Ein besonderes Spiel für Christian Hoße

Zunächst vom Opa und später vom Vater trainiert, tat sich Christian Hoße schnell bei der Unitas Haan als Talent hervor. 2003 wechselte er in die C-Jugend der SG Solingen. Zusammen mit Kristian Nippes, André Eich und Marcel Billen gewann er zunächst die Westdeutsche Meisterschaft. Mit Christian Hoße auf der halblinken Position holte die SG-Truppe dann in mitreißenden Partien die Deutsche Meisterschaft der B- und A-Jugend.

Danach folgte der Sprung des Haaners in das Zweitliga-Team, in dem er in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Leistungsträger avancierte. "Jetzt müssen wir zeigen, dass wir in der Ersten Liga dazugehören", betont Christian Hoße. "Ich bin sicher, dass wir uns nicht einschüchtern lassen." In den Pokalspielen gegen Balingen-Weilstetten oder Göppingen haben die BHC-Handballer schon bewiesen, dass sie durchaus mithalten können.

Christian Hoße denkt im Bezug auf die Erste Liga natürlich an den Erfolg seines Teams. Doch auch für ihn persönlich könnte das Oberhaus eine große Chance sein. Nicht zuletzt durch die Fernsehübertragungen wird der Haaner viel präsenter sein als in der Zweiten Liga. Wer weiß, vielleicht flattert plötzlich ein Angebot aus Kiel hinein. "Das könnte ich wohl kaum ablehnen", sagt Christian Hoße lachend. "Aber im Ernst: Darüber habe ich noch nie nachgedacht."

(RP)
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