Handball: Endspurt im Aufstiegsrennen

Handball : Endspurt im Aufstiegsrennen

Noch drei Mannschaften dürfen sich Hoffnungen auf den Titel machen: Spitzenreiter DJK Unitas Haan sowie die Verfolger Mettmann-Sport und SG Langenfeld.

Nach der Osterpause geht die Handball-Saison in ihre entscheidende Phase. Besonders spannend ist das Meisterschaftsrennen in der Verbandsliga. Noch drei Mannschaften dürfen sich Hoffnungen auf den Titel und den Aufstieg in die Oberliga machen. Spitzenreiter DJK Unitas Haan hat einen Punkt Vorsprung auf den ersten Verfolger Mettmann-Sport. Einen weiteren Zähler zurück rangiert die SG Langenfeld.

An den letzten fünf Spieltagen wartet auf alle drei Aspiranten noch der eine oder andere Stolperstein. So kam die Unitas in der Hinserie gegen den TSV Aufderhöhe nicht über ein 35:35 hinaus. Heute müssen die Haaner bei den Solingern antreten, die Ende Februar den Langenfeldern eine empfindliche und womöglich folgenschwere 31:25-Klatsche verpassten. Das Unentschieden war allerdings der einzige "halbe" Ausrutscher der Unitas, die in den letzten fünf Begegnungen der Hinrunde 9:1 Punkte holte.

Die ME-Sport-Handballer patzten gegen den TuS Lintorf (32:33), gewannen die übrigen vier Partien aber deutlich. Zudem blieben die Mettmanner nach der Lintorf-Pleite in den folgenden zehn Begegnungen ohne Niederlage, erreichten während dieser Erfolgsserie auch wichtige Unentschieden gegen Haan (37:37) und in Langenfeld (27:27). Da Markus Neußer und sein Team beide Titelkonkurrenten in der Hinserie klar besiegten — 31:25 bei der Unitas und 32:25 gegen die SGL —, haben sie bei Punktgleichheit aufgrund des besseren direkten Vergleichs immer die Nase vorn.

Auch die Langenfelder holten in den letzten fünf Hinrundenbegegnungen 8:2 Zähler, kamen nur in Haan mit 24:32 unter die Räder. Heino Kirchhoff und seine Mannschaft müssen nun alle Partien gewinnen und auf eine Niederlage von ME-Sport hoffen. Die Unitas kann die SGL mit einem Sieg am drittletzten Spieltag selbst abfangen.

Unabhängig von der Spielklasse richten die Verantwortlichen der drei Titelkandidaten den Blick auch schon auf die kommende Saison. Die Langenfelder verlieren zwar mit Dennis Werkmeister ihren "Leitwolf", konnten aber mit dem bundesligaerfahrenen Fabian Düllberg (SG Solingen BC) eine ganz dicken Fisch an Land ziehen.

Die Mettmanner setzen auf Kontinuität und verlängerten fast mit dem kompletten Kader. Nur der junge Linkshänder Felix Möller wechselt wegen seines Studiums in Bochum zum Kettwiger TV. Auf der Wunschliste steht noch ein Rückraumspieler, da sich Fabian Düllberg gegen ME-Sport und für Langenfeld entschied.

Der Unitas-Kader nimmt weiterhin Formen an. Nach Moritz Blau und David Horscht vom TB Wülfrath verpflichteten die Haaner nun mit Marcel Billen einen weiteren oberligaerfahrenen Handballer. Der 22-jährige Linkshänder ist ein absoluter Leistungsträger der SG Solingen BHC II. Durch Christoph Tienken kann die Unitas nun auch eine "Problemposition" besetzen: Mit dem erst 18-Jährigen vom A-Jugend-Regionalligisten JSG Solingen können die Haaner im rechten Rückraum endlich mit einem Linkshänder agieren.

(RP)
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