1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden
  4. Lokalsport

Hilden: Das Derby ist zugleich ein Verfolgerduell

Hilden : Das Derby ist zugleich ein Verfolgerduell

In der Fußball-Landesliga trifft der VfB Hilden auf den Ortsrivalen SV Nord. Der Sieger hält den Anschluss zur Tabellenspitze.

VfB Hilden - SV Hilden-Nord. Das Derby hat diesmal noch einen ganz besonderen Reiz. Denn am Sonntag (15.30 Uhr) empfängt auf der Anlage an der Hoffeldstraße der Dritte VfB 03 der Fußball-Landesliga den Viertplatzierten SV Nord, der punktgleich ist, aber die um einen Treffer schlechtere Tordifferenz aufweist. "Beide Mannschaften haben doch im Vorfeld alles dafür getan, dass es diesmal besonders spannend ist", stellt Michael Kulm trocken fest.

Angesichts dieser Konstellation erwartet der VfB-Trainer nicht nur eine umkämpfte Partie, sondern auch viele Zuschauer. Und der 47-Jährige will im achten Versuch während seiner Amtszeit endlich den ersten Sieg über den Rivalen landen. Auch wenn er sagt: "Aufgrund des Hinspielergebnisses sind die Norder Favorit."

Denn Anfang September bejubelte die Mannschaft von Thomas Knüfermann einen knappen 1:0-Erfolg. Den stellte Fatih Gecgel allerdings erst drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sicher, als er freistehend einköpfte. Eine Minute später leistete sich Manuel Trebbin einen folgenschweren Aussetzer im eigenen Strafraum: Rote Karte und Elfmeter. Gecgel wollte das 2:0 nachlegen, doch Torwart Sebastian Siebenbach reagierte glänzend.

  • Lokalsport : In der Landesliga steigt das Tischtennis-Derby
  • Premier League : Mustafi trifft bei Arsenals Derby-Sieg - Ibrahimovic ist zurück
  • Lokalsport : Mettmann trifft im Derby auf Heiligenhaus

Angesichts dieser Entwicklung kochten seinerzeit nach dem Abpfiff die Gemüter noch einmal kurz hoch. Auch jetzt dürften beide Mannschaften viel Herzblut an den Tag legen. Und im Vorfeld gibt es das übliche Geplänkel. "Der VfB hat den Anspruch, die Nummer eins in Hilden zu sein. Die Stadtmeisterschaft haben sie schon nicht gewinnen können, aber jetzt wollen sie ihre Ambitionen sicher unterstreichen", erklärt Knüfermann frohgemut und weist damit die Favoritenrolle von sich. Doch der Norder Coach fügt im nächsten Atemzug hinzu: "Natürlich wollen wir das verhindern."

Dabei baut der SV Nord auch auf die Rückkehr von Stefan Schaumburg in den Kader. "In der Verhandlung war mündlich von einer Sperre bis zum 9. März die Rede", erläutert Knüfermann die Hoffnung. In der offiziellen schriftlichen Ausfertigung des Urteils steht aber eine Sperre bis zum 15. März 2013. "Wir haben Einspruch eingelegt", erwartet der Norder Trainer eine Revidierung, damit er seinen Regisseur im Lokalduell bringen kann. Die spielerische Klasse von Schaumburg erkennt auch Kulm an: "Er gehört zu den Top-Mittelfeldspielern in der Liga."

Allerdings geht der VfB-Coach davon aus, dass der 23-Jährige nicht auflaufen darf. Während die Norder zudem auf die gesperrten Jan Wester und Bahadir Can verzichten müssen, schöpft Kulm aus dem Vollen. Einzig Florian Marx (Verdacht auf Bänderriss) fällt definitiv aus. "Schade - er war richtig gut drauf", erklärt der VfB-Coach, der mit Lukas Schmetz, Manuel Trebbin und Philipp Hombach Alternativen hat.

Der SV Nord kann seit vergangenem Sonntag wieder auf Christian Petry bauen, der nach seiner verletzungsbedingten Pause überraschend schnell ins Spiel fand. Im Tor steht erneut Pascal Pitzer, da sich Klaus Rubröder (Knie) im Training verletzte.