Lokalsport : Bitteres Pokal-Aus

Weil die Abwehr des VfB Hilden in den entscheidenden Momenten patzt, verliert der Fußball-Landesligist in der ersten Runde des Niederrheinpokals beim gleichklassigen SV Budberg.

Budberg — VfB Hilden 3:2 (1:0). Die Heimfahrt verlief recht leise. Denn die Landesliga-Fußballer des VfB 03 waren nach der Hitzeschlacht in Budberg mit den Kräften am Ende. Dazu stand den Hildenern die Enttäuschung über das unerwartete Aus im Niederrheinpokal ins Gesicht geschrieben. Doch die Partie beim gleichklassigen Gastgeber verlief schon in der ersten Halbzeit nicht nach Wunsch. "Da wollten wir in Führung gehen", gestand Michael Kulm. Doch das Unterfangen misslang. Den Grund nannte der VfB-Trainer beim Namen: Marvin Schöps. Denn der Budberger Schlussmann machte eine Gäste-Chance nach der anderen zunichte.

So tauchte Jannik Weber nach einer schönen Einzelleistung bereits nach vier Minuten das erste Mal vor dem Kasten auf, doch der Keeper wehrte den Schuss soeben ab. Nicht besser erging es Marcel Bastians, der nach einem Freistoß zum Kopfball hochstieg, doch erneut parierte Schöps mit einem Reflex (13.). Und dann rutschte Denis Hauswald am langen Pfosten nur um Zentimeter an einer Flanke von Pascal Weber vorbei (22.). Dann setzte Jannik Weber seinen Sturmpartner Pascal Weber in Szene, aber der scheiterte allein gegen den Torhüter (31.). Wesentlich effektiver agierten die Budberger, die gleich ihre erste gute Möglichkeit zur Führung verwerteten. Weil die VfB- Abwehr nicht entscheidend störte, nutzte Jan-Luca Rassier seinen Freiraum und zog aus 20 Metern entschlossen ab — der Schlenzer landete unhaltbar zum 1:0 (40.) im Winkel. "Ein ungünstiger Zeitpunkt", fand Michael Kulm. Doch seine Elf hatte fast postwendend den Ausgleich auf dem Fuß, aber Jannik Weber setzte den Ball nach einer Hereingabe von Denis Hauswald mit der Innenseite über den Kasten (44.).

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In der Pause musste der VfB-Trainer Fabian Andree und Pascal Weber vom Platz nehmen. "Beide sind mit der Hitze nicht klargekommen", berichtete Kulm. Mit Pascal Percoco und Julian Allgeier kam frischer Wind ins Hildener Spiel. Doch gleich nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Budberger ein zweites Mal hellwach. Als die Gäste im Mittelfeld den Ball verloren, fasste sich Marcel Sura ein Herz — und schlenzte den Ball in den Winkel (47.). Erneut hatte Keeper Siebenbach keine Abwehrchance. Die vielleicht beste Phase der Hildener leitete Jannik Weber ein, der nach Allgeier-Vorlage aber in Rücklage übers Gehäuse schoss (55.). Dann setzte sich Philipp Hombach energisch durch — doch Schöps parierte erst per Fußabwehr und lenkte dann den Kopfball des nachsetzenden Hauswald über die Latte (60.). Fünf Minute später aber verwertete Jannik Webeer einen Percoco-Pass zum 1:2. Die Hildener verstärkten die Angriffsbemühungen, doch mitten in die Aufbruchsstimmung platzte der Konter von Benedikt Franke zum 3:1 (75.). Immerhin demonstrierte Lukas Schmetz nach einer Flanke von Pascal Percoco mit dem Treffer zum 2:3 (84.) noch seine Kopfballstärke — zu mehr reichte es nicht. Obgleich wenig später Percoco allein auf Schöps zulief, doch sein Schuss ging am Tor vorbei (87.). Zu guter Letzt klärte der Keeper auch noch eine Volleyabnahme von Marcel Bastians (89.)

(RP/ila)