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Spielplätze bleiben weiterhin offen, Restaurants ebenfalls - vorerst

Coronavirus : Spielplätze weiterhin offen, Restaurants ebenfalls

Update: Mittlerweile liegt der Erlass vor. Spielplätze bleiben geschlossen! Die Straßen sind schon deutlich leerer, in den Innenstädten und auf Spielplätzen tummeln sich dagegen die Menschen und genießen die Sonne. Dürfen Cafés eigentlich noch öffnen? Und warum dürfen Kinder noch auf Spielplätzen herumtollen?

Update: Mittlerweile liegt der Erlass vor. Spielplätze bleiben geschlossen!

In Spanien, Italien und Frankreich steht das öffentliche Leben komplett still. Nur noch in Ausnahmefällen dürfen Menschen das Haus verlassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montagnachmittag auch für Deutschland einschneidende Maßnahmen angekündigt – doch in Hilden und Haan sieht es in den Innenstädten und auf den Spielplätzen noch anders aus: Menschen sitzen in Cafés und genießen die Frühlingssonne, Kinder tollen lautstark auf Spielplätzen umher. Ist das trotz der klaren Worte Merkels noch erlaubt?

Stadtsprecherin Henrike Ludes-Loer sagt: „Ja, momentan ist es noch erlaubt.“ Denn die Stadt wartet noch auf einen entsprechenden Erlass. So lange der nicht vorliege, habe die Stadt keine Grundlage, auf der sie beispielsweise die Spielplätze schließen könnte. Die Verwaltung rechne aber an diesem Dienstag, spätestens aber am Mittwoch mit einer entsprechenden Verordnung. Und die wird dann auch unverzüglich umgesetzt.

Und das sind die Maßnahmen: Öffentliche Versammlungen sind nur noch in Ausnahmefällen zugelassen. Einzig Wochenmärkte sind davon nicht betroffen, wie es in einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums heißt. Zu Einkaufszentren mit mehr als 15 Geschäften ist der Zugang beschränkt: Der Aufenthalt dort ist nur noch zur Deckung des dringenden oder täglichen Bedarfs erlaubt. Und Reiserückkehrer aus Risikogebieten dürfen 14 Tage lang Kitas, Schulen, Krankenhäuser oder Universitäten nicht mehr betreten. Geschlossen bleiben müssen alle Einrichtungen, die Freizeitaktivitäten, Sport, Spaß und Kultur bieten. Auch Spielplätze werden gesperrt. Restaurants dürfen grundsätzlich nur noch zwischen 6 und 18 Uhr Gäste bewirten. Kneipen, Clubs und Discos bleiben zu. Auch Musik- und Volkshochschulen müssen ihren Betrieb einstellen. Selbst Kirchen, Moscheen und Synagogen wird es untersagt, ihre Gläubigen zum Gebet zu versammeln.

Wie lange die staatlichen Anordnungen andauern müssen, dazu äußerte sich Merkel nicht. Um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, soll in den noch geöffneten Läden das Verkaufsverbot am Sonntag aufgehoben werden. Trotz vieler leerer Regale in den Läden ist die Warenversorgung in Deutschland nach Angaben der großen Handelsketten weiter gesichert.

(Stand 17. März 2020, 13.20 Uhr)

(tobi)