Haan: Sparkasse plant neue Kundenhalle

Haan : Sparkasse plant neue Kundenhalle

Ab März wird die Hauptstelle bis Ende 2014 umgebaut und modernisiert. Zur Kaiserstraße erhält die Sparkasse einen repräsentativen neuen Eingang. Alle Abteilungen mit Kundenkontakt bleiben während der Bauzeit am Neuen Markt.

Ab März wird die Hauptstelle bis Ende 2014 umgebaut und modernisiert. Zur Kaiserstraße erhält die Sparkasse einen repräsentativen neuen Eingang. Alle Abteilungen mit Kundenkontakt bleiben während der Bauzeit am Neuen Markt.

Die Stadtsparkasse Haan hat am Montag erste Entwürfe für die Umgestaltung ihrer Hauptstelle zwischen Kaiserstraße und Neuer Markt vorgestellt. Die heutige Bücherstube an der Kaiserstraße wird im März 2013 abgerissen. Das Geschäft zieht dann in das sanierte, angrenzende Fachwerkhaus Kaiserstraße 43 (Oberstraß), das die Bank gekauft hat.

An Stelle des Bücher-Pavillons entsteht ein neuer Platz (rund 400 Quadratmeter groß), der die Ecke städtebaulich aufwertet und eine Verbindung zwischen Kaiserstraße und Neuer Markt schafft, erläutert Rainer Wetterau, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stadt-Sparkasse und des Bauausschusses der Stadt Haan. Möglicherweise mit einem Brunnen oder Wasserlauf. Da sind sich Bauherr und Architekt (der Rheinische Sparkassen- und Giroverband) noch nicht ganz schlüssig.

Vom neuen Platz führen zwei repräsentative Eingänge ebenerdig in das neue Immobiliencenter in der alten Kundenhalle und in die neue Kundenhalle, die in den Neubau von 1986 verlegt wird, erläutert Sparkassen-Chef Peter Vogel: "Alle Ansprechpartner für unsere Kunden bleiben während der Bauzeit im Haus." Die anderen Sparkassen-Mitarbeiter müssen umziehen und zum Teil ausziehen — wohin, sei noch offen. Zum Neuen Markt hin entsteht ein Veranstaltungsbereich für 200 Besucher mit eigenem, barrierefreiem Eingang. Wetterau kann sich vorstellen, dass dort auch der Stadtrat mit seinen Ausschüssen tagt. Denn der historische Ratssaal ist viel zu klein und die Akustik schlecht. Und irgendwann soll ja auch das Gymnasium mit dem Veranstaltungssaal Adlerstraße abgerissen und neu erbaut werden.

Der Umbau der Hauptstelle sei kein Prestige-Projekt, sondern der notwendigen Erneuerung von Heizung, Lüftung, Fenstern und Fassade geschuldet — vor allem im Altbau aus den 1960er Jahren. Zudem sei der Zeitpunkt günstig, die Zinsen niedrig, betont Vorstand Udo Vierdag: "Wir investieren — wie viele Bürger auch — in Steine." Die sieben Millionen Euro werde die Sparkasse Haan merken, aber nicht über Gebühr belasten, sagte Vogel. Die Bank werde Kunden aus dem Handwerk bevorzugt beauftragen, auch wenn sie etwas teurer seien als andere Anbieter. Der Umbau biete die Chance, Abläufe zu ändern, sei aber nicht mit einem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden, versichert der Sparkassen-Chef: "Wir sind schon sehr schlank aufgestellt und haben nicht vor, Personal abzubauen." Die Stadtsparkasse will selbstständig bleiben, betonte Vogel: "Der Neubau unterstreicht das." Die Stadt Haan als Eigentümer habe keine Vorteile, wenn die Stadtsparkasse Haan sich mit anderen Sparkassen verbünde: "Wir stehen besser da als die Nachbarn." Das sieht Verwaltungsratsvorsitzender Rainer Wetterau genau so: Im Vergleich zu den kommunalen Geldinstituten im Umland stehe die kleine Stadtsparkasse Haan "recht recht gut" da, stapelte er tief. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 will die Bank Ende Januar 2013 vorstellen. "Wir werden eine höhere Bilanzsumme und mehr Überschuss ausweisen als in 2011", kündigt Vogel bereits an.

Die Bilanzsumme könnte in diesem Jahr die 700-Millionen-Euro-Marke erreichen (aktuell 680 Millionen Euro): "2012 ist ein ausgesprochen gutes Jahr. Ich rechne mit einem Überschuss von mindestens 700 000 Euro." In der Gartenstadt ist die Stadtsparkasse Haan lokaler Marktführer. Die 120 Mitarbeiter (davon zehn in Gruiten) betreuen rund 13 000 Privat- und etwa 3000 Geschäftsgirokonten.

(RP)