Haan: Sparkasse Haan verändert Innenstadt-Gesicht

Haan : Sparkasse Haan verändert Innenstadt-Gesicht

Der Bücher-Pavillon, der seit 1963 auf der Ecke Kaiserstraße/Neuer Markt steht wird im nächsten Jahr verschwinden. Die Stadt-Sparkasse Haan möchte ab März mit ihrem rund 16-monatigen Bauprojekt zum einen ihre eigene Optik als auch das Stadtbild verbessern.. Das im Vorjahr erworbene Haus Kaiserstraße 43 (Oberstraß) wird saniert und könnte möglicherweise neuer Standort der Bücherstube werden. Weil aber noch viele Fragen nicht abschließend geklärt sind, wurde gestern bei der ersten Information über das Sieben-Millionen-Projekt darauf verzichtet, Ansichten des Geplanten zu präsentieren.

1963 eröffnete die Stadt-Sparkasse ihre Hauptstelle an der Kaisertraße. Der Altbau wurde 1985 durch den Neubau am Neuen Markt erweitert. 1997 und 2000 gab es mehrere Umbauprojekte, die aber einen großen Mangel nicht abstellen konnten: Die Kundenhalle hat kaum Tageslicht. Durch den Kauf des Nachbarhauses können jetzt mehrere Hinterhof-Anbauten abgerissen und der gesamte Service- und Kundenbereich zeitgemäß und hell gestaltet, damit aber auch der Eingangsbereich durch einen neuen Vorplatz repräsentativer werden.

Von der Kaiserstraße aus und auch vom Neuen Markt her können Kunden ab Sommer 2014 barrierefrei ins Geldinstitut kommen. Zum Neuen Markt hin werden neue, ebenerdige Veranstaltungsräume geschaffen. Durch neue Zuordnung von Büros sollen Abläufe besser und Wege kürzer werden. "Heute haben wir 80 Meter Flurlänge", sagte Projektleiter Peter Müller.

Er berichtete, dass eine neue Heizungs- und Lüftungs-/Klimatechnik installiert werde. Klaus Brüggemann, Architekt beim Sparkassen- und Giroverband, dessen Entwurf im Architektenwettbewerb letztlich die Zustimmung von Vorstand und Verwaltungsrat fand, erläuterte, dass der Altbau eine Fassadendämmung erhalte. Die Travertinplatten am Neubau werden gereinigt.

"Wir machen aus der Not eine Tugend", sagte Sparkassen-Vorstandschef Peter Vogel. Heizung, Klimatechnik, Fenster und Altfassade hätten eh bearbeitet werden müssen. Da wäre "es eine Sünde gewesen, wenn nicht gleich alles auf einen modernen Stand gebracht worden wäre". Knapp 30 Jahre nach Bezug des Neubaues hielten das Vorstand und Verwaltungsrat für vertretbar.

(RP)