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Hilden: Sparkasse eröffnet Neubau

Hilden : Sparkasse eröffnet Neubau

Viele Kunden nahmen gestern die neue Hauptstelle an der Mittelstraße 44 in Augenschein. 110 Mitarbeiter arbeiten in dem lichten Energiespar-Gebäude für 20 Millionen Euro, in das im März auch P&C einziehen will.

Mit der neuen Hildener Hauptstelle hat sich die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert eine schicke Visitenkarte zugelegt. Großzügig, hell und modern sind die Geschäftsräume, Glas, Stahl und Aluminium dominieren, ohne kalt zu wirken. Gleichzeitig wurden Energiesparen und Nachhaltigkeit groß geschrieben.

Das 20-Millionen-Projekt zeugt aber auch vom Geschäftssinn des lokalen Marktführers, der nach eigenen Angaben 60 Prozent der Privat- und 50 Prozent der Firmenkunden in Hilden betreut. Denn mit dem renommierten Textilunternehmen P&C hat sich die Sparkasse einen solventen Mieter ins Haus geholt, der für die Spitzengeschäftslage sicher gut zahlen wird. Wenn der Dr.-Ellen-Wiederhold-Platz etwas verspätet — vermutlich im April — fertig wird, hat die neue Sparkasse das Zeug dazu, in der Tat zu "Hildens neuer Mitte" zu werden, von der Vorstandsvorsitzender Jörg Buschmann gestern bei der Eröffnung sprach. 80 Prozent der Aufträge (nach Anzahl, nicht nach Volumen) seien — trotz Generalunternehmer — an Unternehmen aus der Region gegangen, betonte Wolfgang Pietrzak, Direktor Organisation, bei einem Rundgang.

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Blockheizkraftwerk im Keller

Eine große Glasscheibe trennt nachts die Geldautomaten und Selbstverbuchungsgeräte von den Büros in der 1400 Quadratmeter großen Kundenhalle ab. Die Selbstbedienungszone werde von Mitternacht bis 5.30 Uhr geschlossen, um Kunden vor Sprengungen von Kriminellen (wie andernorts geschehen) zu schützen. Der Energieverbrauch des Neubaus sei nur halb so hoch wie der des Altbaus, erläuterte Pietrzak. Ein Blockheizkraftwerk mit Gasmotor produziert Strom, mit der Abwärme werden Heizung und Kühldecken betrieben. Auf dem Dach arbeitet eine große Fotovoltaikanlage. Präsenzmelder in den Büros löschen automatisch das Licht. Die grüne Keramikfassade am Treppenhausturm besteht aus Altglas. Die verbauten Materialien Stahl, Glas und Aluminium könnten alle recycelt werden.

Auch für Kunst am Bau hat die Sparkasse gesorgt. Der Bildhauer Christoph Mancke hat den symbolischen Grundstein im Eingang geschaffen. Die 1,2 Tonne schwere Skulptur besteht aus Stahl und Warthauer Sandstein — wie die Fassade oder das weltbekannte Brandenburger Tor in Berlin. In der Kundenhalle fällt Manckes Skulptur "Silhouette" ins Auge, die wie ein wuchtiger Fels wirkt. Im Besprechungsraum hat Katharina Grosse eine ganze Wand mit Acyrlfarbe wie ein Graffiti gestaltet: mutig für eine eher konservative Bank. Die Professorin an der Fachhochschule für Kunst in Düsseldorf arbeitet gerade an einem Auftrag für die New Yorker Messe. Weitere Kunstwerke sowie Ausstellungen sollen folgen, kündigte Buschmann an. Die Tiefgarage wird über die Bismarckstraße angefahren, verfügt über 92 Stellplätze und wird von der Firma Q-Park betrieben. Für die Sparkassen- und die Rathaus-Tiefgarage wurde ein neuer Zugang im Sparkassen-Neubau (neben der Kundenhalle) geschaffen.

Hintergrund unter www.rp-online.de/hilden

(RP)