Haan: Sparkasse baut Zentrale um

Haan : Sparkasse baut Zentrale um

Ende November will die Stadt-Sparkasse Haan das neue Gesicht ihrer Hauptstelle vorstellen. Während der 16 Monate Bauzeit ab März 2013 bleiben alle Abteilungen mit Kundenkontakt am Neuen Markt.

Auf 100 der 120 Mitarbeiter der Stadt-Sparkasse Haan kommen anstrengende Zeiten zu. Ab März kommenden Jahres wird die Hauptstelle des kommunalen Kreditinstituts bei laufendem Betrieb Stück für Stück grundsaniert. 16 Monate werden die Arbeiten an dem Großprojekt dauern, für das die Sparkasse viel Geld (sieben Millionen Euro) in die Hand nimmt. Ende November will die Bank verraten, wie die Zentrale des führenden Finanzdienstleisters in Haan künftig aussehen wird, sagte Vorstandsmitglied Udo Vierdag: "Wir sind zurzeit noch dabei, unsere Pläne zu konkretisieren."

Fest stehe bereits: Der Bücher-Pavillon, der seit 1963 auf der Ecke Kaiserstraße/Neuer Markt steht, wird abgerissen. Die Bücherstube zieht in das angrenzende Fachwerkhaus Kaiserstraße 43 (Oberstraß), das die Stadt-Sparkasse im Vorjahr gekauft hat und sanieren wird.

Zur Kaiserstraße hin erhält das Sparkassen-Gebäude einen repräsentativen neuen Eingang. Geplant ist ein Anbau mit viel Stahl und Glas — ein städtebaulicher Hingucker wie es sich für den Marktführer unter den örtlichen Geldhäusern gehört. "Wir wollen städtebaulich Akzente setzen und von der Kaiserstraße aus stärker wahrgenommen werden", formuliert das Vierdag mit der im eigenen Zurückhaltung des Bankers.

Für die auf diese Weise hinzugewonnene Fläche (etwa 300 Quadratmeter) gebe es bereits einen konkreten Interessenten: "Die Gespräche stehen kurz vor dem Abschluss."

Durch den Anbau wird auch die Kundenhalle lichter und heller werden — ein Mangel, den zwei Umbauprojekte 1997 und 2000 bislang nicht beseitigen konnten.

Ab Sommer 2014 werden die Kunden die Stadt-Sparkasse barrierefrei von der Kaiserstraße aus betreten können. Zum Neuen Markt hin werden neue, ebenerdige Veranstaltungsräume geschaffen.

Das Kreditinstitut nutzt die Gelegenheit, die Hauptstelle gründlich zu modernisieren. Heizung, Lüftung und Fenster werden nach 30 Jahren ausgetauscht. Die Fassade des Altbaus erhält eine Wärmedämmung. Die Travertinplatten am Neubau werden gereinigt. "Wir machen aus der Not eine Tugend", bringt Sparkassen-Chef Peter Vogel die Pläne auf den Punkt.

Für die Kunden ändert sich während der 16 Monate Bauzeit nichts. "Alle Bereiche, mit denen sie zu tun haben, bleiben am Standort", versichert Vierdag. Die internen Sparkassen-Bereiche ohne Kundenkontakt werden zeitweise um- und ausziehen müssen. Wohin (in Container oder angemietete Ausweichquartiere) sei noch offen.

(RP/rl)