1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

So liefen die ersten Nächte mit Ausgangssperre im Kreis Mettmann

Corona-Notbremse im Kreis Mettmann : So liefen die ersten Nächte mit Ausgangssperre

Seit Samstag, 0 Uhr, darf sich bis auf einige Ausnahmen niemand nicht mehr auf der Straße aufhalten. Polizei und Ordnungsdienst ziehen eine positive Bilanz.

Die Nacht war entspannt, der Morgen dagegen unruhiger als sonst – am Wochenende ist die Corona-Notbremse und damit auch die Ausgangssperre im Kreis Mettmann in Kraft getreten. Die Polizei zieht am Sonntagmorgen eine positive Bilanz und hat keine größeren Verstöße festgestellt. „Allerdings hatten wir morgens überproportional viele Einsätze“, erklärte ein Polizeisprecher. Offenbar hätten sich einige Menschen bis morgens bei Bekannten aufgehalten und seien nach 5 Uhr dann nach Hause gefahren. „Sonst ist es sonntagsmorgens sehr ruhig bei uns“, erklärt er weiter. Die Einsatzdichte sei ab 5 Uhr jedoch merklich gestiegen. So gab es beispielsweise Einsätze bei Streitigkeiten wegen der Bezahlung von Taxifahrern.

Die Ausgangssperre im Kreis Mettmann gilt seit Samstag. Von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens dürfen die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen werden. Wer nach 22 Uhr noch alleine mit dem Hund rausgehen oder eine Runde Joggen möchte, kann das aber auch noch machen – zumindest bis 24 Uhr. Alle, die sich danach ohne zwingenden Grund in der Öffentlichkeit aufhalten, riskieren ein Bußgeld von 250 Euro.

  • Die Polizei kontrolliert die Ausgangssperre (Symbolfoto).
    Polizeikontrollen in NRW : So lief die Nacht mit Ausgangssperre in der Region
  • „Aufgrund der Pandemie bis auf weiteres
    Nächtliche Ausgangssperre im Kreis Heinsberg : Corona-Notbremse – das sind die Regeln
  • Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten
    Corona im Kreis Mettmann : Fünf Todesfälle am Wochenende

Polizei und Ordnungsamt hatten vergangene Woche strenge Kontrollen angekündigt und dafür am Wochenende auch zusätzliches Personal eingesetzt. In allen Städten des Kreises zeigten die Beamten und die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes verstärkt Präsenz und kontrollierten neuralgische Orte. In Hilden beispielsweise die Fußgängerzone und das Holterhöfchen, in Ratingen den Marktplatz, in Mettmann die Innenstadt.

Hildens Ordnungsamtsleiter Michael Siebert bestätigt einen ruhigen Einsatz des OSD: „Einige Zweier-Gruppen wurden ,erwischt’, waren aber einsichtig. Es blieb bei Belehrungen. Der Nove-Mesto-Platz war leer. Im Holterhöfchen hielt sich eine Gruppe von Jugendlichen auf, die dort ,chillten’“, erklärt er. Aber auch sie verschwanden nach einer Belehrung. Strafen hat der Ordnungsdienst an diesem Wochenende noch nicht verhängt.

Die Straßen und Plätze in allen Städten des Kreises waren wie ausgestorben – nur vereinzelt fuhren Autos. Die Menschen hielten sich offenbar an die Ausgangssperre. Wer auf der Straße unterwegs war, hatte einen guten Grund. Von der Regelung ausgenommen sind beispielsweise Menschen, die zur Arbeit oder von der Arbeit nach Hause fahren.

Die Ausgangssperre wird aufgehoben, wenn die Inzidenz im Kreis Mettmann an fünf aufeinander folgenden Tagen unter einem Wert von 100 bleibt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So sieht der Kreis Mettmann während der Ausgangssperre aus