1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

So lief der Shopping-Samstag in Hilden

Schritt zur Normalität : So lief der Shopping-Samstag in Hilden

Am Samstag durften Geimpfte, Getestete und Genesene wieder ohne Termin in viele Geschäfte. Doch nicht alle Geschäfte machten bei der vorsichtigen Öffnung mit. Hier eine Bilanz des Pfingst-Shoppings.

An der wichtigen Zahl von weniger als 100 Inzidenzen an fünf aufeinander folgenden Werktagen, die entsprechend der Coronaschutzverordnung weitgehende Öffnungen für Einzelhandel, Gastronomie und Kultur zulässt, muss der Kreis Mettmann mit einer aktuellen Inzidenzzahl von 100,9 noch arbeiten. Immerhin liegt die Stadt Hilden unter dem Kreisschnitt.

Bei unter 100 wären Einkäufe ohne vorherige Terminvereinbarung möglich und auch die für ein rundum befriedigendes Einkaufserlebnis so wichtige Außengastronomie wäre wieder am Start.

Der Pfingstsamstag in der Hildener City, wo in der Fußgängerzone noch immer das Maskengebot gilt,  bot nicht zuletzt wegen des wenig zum Shoppen verführenden Wetters ein eher durchwachsenes Bild. Nur wenige Geschäfte nutzen tatsächlich die Möglichkeit, über den Bestell- und Abhol-Service hinaus, auch wieder Kundinnen und Kunden in den Laden lassen zu können.

So bildete sich vor der Thalia-Buchhandlung sowohl eine Schlange für die Click&Collect-Kunden als auch eine separate für den zahlenmäßig begrenzten Zugang. Wer hier entlang der Regale streifen und sich inspirieren lassen wollte, brauchte entweder einen weniger als 24 Stunden alten Test, den Nachweis zweier bereits erhaltener Impfungen, wobei die letzte mindestens 14 Tage zuvor erfolgt sein musste, oder den Nachweis einer erfolgreichen Corona-Genesung.

  • Ordnungsamt und Polizei kontrollieren die Einhaltung
    Schwimmbad, Schulen, Gastronomie : Diese Corona-Regeln gelten im Kreis Mettmann
  • Die Außengastronomie darf im Kreis Wesel
    Shopping, Konzerte, Gastronomie : Diese Corona-Regeln gelten ab Mittwoch im Kreis Wesel
  • Regelungen zur Corona-Pandemie : Gastronomie, Handel, Freizeit – das gilt jetzt in diesen NRW-Städten

„Wir sind froh, jetzt endlich wieder am Start sein zu können, und das gilt auch für alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Argiris Hendrix, Geschäftsführer von P & C auf der Mittelstraße. Sein Haus bietet sowohl „Click & Meet“ mit Termin und der Möglichkeit einer persönlichen Beratung unter corona-gerechten Bedingungen, als auch einen spontanen Einkauf beispielsweise mit einem aktuellem Test und einer Erfassung der Daten.

Einen Test gibt es beispielsweise direkt um die Ecke beim Bürger-Schnelltestzentrum auf dem Dr.-Ellen-Wiederhold-Platz, wo sich zwei Warteschlangen formiert haben. Kurioserweise ist die Schlange der Wartenden mit Termin erheblich länger als die der Kurzentschlossenen ohne.  „Ich bin nicht wegen irgendwelcher Einkaufsmöglichkeiten hier, ich möchte einfach nur über meinen Gesundheitszustand

Bescheid wissen“, erklärt Pascal Jovi aus Hilden.

In Düsseldorf einkaufen, wo die Inzidenz bereits unter 100 liegt und dementsprechend Lockerungen möglich sind, war für Inge Müller am Samstag keine Option. „Ich kaufe häufig und gern in Hilden ein, deshalb stehe ich hier und hole mir jetzt einen Test, und dann will ich mal sehen, welche Geschäfte geöffnet haben“, sagt die gut gelaunte Benratherin. In der Tat nutzen längst nicht alle Geschäfte die Möglichkeit, reguliert Kundinnen und Kunden in ihre Geschäftsräume einzulassen. So verweist der Geschenkeladen Nanu-Nana ausschließlich auf seinen Online-Bestellservice, und während sich bei Penny die Kunden drängeln, darf Woolworth lediglich 24 Kaufinteressierte entsprechend der Corona-Vorschriften einlassen.

Sichtlich froh, etwas Blühendes für drinnen als farbigen Kontrapunkt zum grauen Wetter draußen bei Blume 2000 gefunden zu haben ist Tanja Haxhay. Der von ihr ausgesuchte Strauß ist jedoch als Geschenk zu einem Pfingstbesuch gedacht.

„Allerdings kaufe ich häufig auch für mich Blumen, sie heben einfach die Stimmung in dieser Zeit, in der eben noch auf manches verzichtet werden muss“, betont die Hildenerin.