Hilden: Silvesterparty einmal anders

Hilden: Silvesterparty einmal anders

Der Kabarettist Manes Meckenstock lädt zum Tanzabend ein.

Eine Silvesterfeier unter dem Titel "Mumienschieben" - wer dabei an eine lahme Party mit wenig Aktion auf der Tanzfläche denkt, ist wortwörtlich falsch gewickelt. Stattdessen spielt der bekannte Kabarettist und DJ Manes Meckenstock mit seinem Veranstaltungsmotto humorvoll darauf an, dass Partygängern ab einem gewissen Alter nicht mehr so viel Gas auf dem Parkett zugetraut wird. An Silvester möchte er genau das Gegenteil beweisen. "Ich habe keine Lust nur in Tanzlokale zu gehen, die vermeintlich 'altersgerecht' sind und wo den ganzen Abend Schlager läuft. Aber wenn ich in einen richtigen Club gehe, hebe ich den Altersdurchschnitt in die frühe Kreidezeit. Da bin ich dann auch nach einer halben Stunde weg", meint Meckenstock.

Es ist ihm wichtig, seinen Gästen eine bunte Vielfalt an Musik zu bieten - von zeitgemäßen Liedern von David Guetta bis zu Hits aus 70ern, 60ern und 50ern. Ein bisschen Schlager darf auch sein, "aber ,Achterbahn' von Helene Fischer wird nicht gespielt, auch wenn sich das jemand wünscht. Ich spiele nur Musik, die mir selbst auch gefällt", sagt er lachend. DJ Manes ist es sowieso lieber, wenn ihn niemand am DJ-Pult anspricht. Dadurch kann er besser seine Gäste im Auge behalten und ändert die Liederauswahl je nach Stimmung, sodass die Tanzfläche nie zu leer wird.

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Aber auch Nichttänzer können sich in der Sparrow's Lounge (Kappeler Str. 135-137) amüsieren. Oberhalb des Parketts gibt es eine Art Empore, auf der Gäste auf die Tanzenden hinabblicken. Die Boxen sind so aufgehängt, dass vor allem die Tanzfläche beschallt wird. Dadurch hat der Bereich für Gespräche automatisch eine geringere Lautstärke. Aus seiner Erfahrung weiß Meckenstock, dass vor allem Männer dazu neigen, sich eher an diesen Orten aufzuhalten. "Männer haben immer noch nicht geschnallt, dass sie mit einem ordentlichen Tanz die Damen hormonpegelig tanzen können", meint der DJ. Meckenstock bietet kein Essen an. "Es gibt nichts Schlimmeres als ein Publikum, das sich nach dem Essen nicht mehr bewegt. Wer einmal sitzt, steht nicht mehr auf", sagt er. Um solch ein Verdauungskoma zu vermeiden, ist der Einlass bewusst spät um 21 Uhr, so dass die Gäste bereits zuhause diniert haben.

Dafür werden sie aber mit Getränken gut versorgt. "Was sie sicher nicht finden werden, ist Buttermilch und grüner Tee. Aber ansonsten gibt es eine Vielzahl an Getränken: vom Schumacher Altbier über Cocktails bis hin zu Wein - alles zu vernünftigen Preisen", sagt Meckenstock. Eintrittskarten für zehn Euro gibt es zwischen 10 und 14 Uhr im Autohaus Scholten, Kappeler Straße 41-43, Düsseldorf.

(RP)