Tier Der Woche: Semira braucht Zeit

Tier Der Woche: Semira braucht Zeit

Guy de Maupassant sagte einmal: "Es gibt nichts Weicheres, nichts, was sich feiner und zarter anfühlt, als das Fell einer Katze". Und Semiras weiches langes Fell fühlt sich bestimmt so weich an. Sehr glücklich schaut die fünfjährige Maine-Coon-Lady aus ihren grünen Augen nicht aus. Ein bisschen zerknittert scheint die Katzenseele noch. Im Februar gab man sie im Hildener Tierheim ab. Zwei Jahre vorher wurde sie leider als Einzelkatze vermittelt.

Waren ihre Menschen fern, fühlte sie sich verlassen. Und zeigte das. Pillerte überall hin, tyrannisierte ihre Katzensitter. Hatte sie ihre Menschen wieder nahe, war die Welt in Ordnung. Sie liebte die Kuschelstunden. Wenn man ihr das Köpfchen streichelte, sie am Hals kraulte. "Mausi" wurde sie genannt. Manches behagte ihr nicht. Dann betonte sie lautstark, was ihr gefiel, und was eben nicht. Sie saß liebend gern auf der Fensterbank.

Aber Favorit war die Terrasse, im Sommer und im Winter. Nur bei klirrender Kälte flüchtete Semira hinein ins Warme. Das Tierheim wünscht sich für sie katzenerfahrene, liebevolle geduldige Menschen. Vielleicht noch etwas Freigang dazu, damit sie vielleicht andere Katzen treffen und sich austoben kann. Und frische Luft mag sie sowieso. nea

(RP)