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Alkohol am Steuer: Schwerer Unfall in Hilden

Alkohol am Steuer : Schwerer Unfall in Hilden

Alkohol am Steuer beschäftigte die Polizei in Hilden und Haan am Wochenende mehrfach. Besonders schlimm: Ein stark betrunkener Fahrer verunglückte am späten Sonntagabend in Hilden, als er die Kontrolle über seinen Wagen verlor und sich mit dem Auto überschlug.

Der 28-jährige Mann aus Haan fuhr mit einem VW Golf auf der Elberfelder Straße (B 228) in Hilden in Fahrtrichtung Innenstadt. Aus zunächst unbekannter Ursache verlor er plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet nach rechts von der Fahrbahn ab und schleuderte neben der Straße über den Grünstreifen. Beim Versuch den Wagen wieder unter Kontrolle und auf die Fahrbahn zu bringen, verlor der 28-Jährige vollends die Gewalt über den Golf. Der VW überschlug sich auf der Fahrbahn mehrfach, bevor er auf dem Dach liegen blieb. Dabei beschädigten herumfliegende Fahrzeugteile gleich mehrere Häuser und einen geparkten BMW Mini Cooper am Straßenrand.

Der 28-jährige VW-Fahrer konnte sich selbständig aus dem Fahrzeugwrack befreien und blieb nach eigenen Angaben unverletzt. Anwohner kümmerten sich sofort um ihn und riefen die Polizei. Die stellte bei der Unfallaufnahme fest, dass der Golf-Fahrer deutlich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,4 Promille. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein und ordneten eine Blutprobe zur Beweisführung an. Den Führerschein des Beschuldigten stellte die Polizei sicher.

Der bei dem Unfall entstandene Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 37.500 Euro. Der VW Golf wurde von einem örtlichen Unternehmen geborgen.

Schon am Samstagabend erhielt die Polizei in Hilden Hinweise von aufmerksamen Zeugen auf eine Trunkenheitsfahrt. Diese führten zur Kontrolle eines 47-jährigen Renault-Fahrers auf der Walder Straße. Dabei bestätigten sich die Hinweise der Zeugen: Ein Alkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,1 Promille. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, eine Blutprobe angeordnet. Weil der Beschuldigte ausdrücklichen Widerspruch gegen die Sicherstellung seines Führerscheines einlegte, beschlagnahmten die Beamten den Führerschein.

Am frühen Morgen des Rosenmontags stoppten Beamte der Haaner Polizei in einer Standkontrolle zur Verhinderung von Alkohol- und Drogenfahrten einen PKW Hyundai auf der Landstraße in Haan. Dessen 30-jähriger Fahrer aus Wuppertal stand erkennbar unter Alkoholeinfluss. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,2 Promille. Daraufhin wurden ein Strafverfahren eingeleitet, zur Beweisführung die ärztliche Entnahme einer Blutprobe angeordnet, der Führerschein des Betrunkenen sichergestellt und dem Mann bis auf weiteres jedes Führen führerscheinpflichtiger Kraftfahrzeuge ausdrücklich untersagt.

Die Polizei weist alle jungen Autofahrer noch einmal ausdrücklich auf die 0,0-Promille-Grenze hin, die für Fahranfänger in der Probezeit und jeden jungen Fahrer unter 21 Jahren gilt. Wer bei Verstößen dagegen (auch ohne Unfall) erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 200 bis 1.500 Euro rechnen. Hinzu kommen mindestens zwei Punkte im Verkehrszentralregister. Bei Fahranfängern, die sich noch in der Probezeit befinden, verlängert sich zudem die Probezeit um weitere zwei Jahre und es wird ein Aufbauseminar mit Kosten von bis zu 200 Euro angeordnet. Dann gilt übrigens auch die Null-Promille-Regel weitere zwei Jahre.

Außerdem gelten natürlich auch die weiteren allgemeinen Promillegrenzen, die ein Fahrverbot und Geldbußen ab 0,5 Promille sowie Geldstrafe und gegebenenfalls Entzug der Fahrerlaubnis vorsehen.

Während der Karnevalstage wird die Polizei weiterhin verstärkt kontrollieren.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Auto überschlägt sich

(ots)