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Hilden: Schweitzer-Areal: Wettbewerb

Hilden : Schweitzer-Areal: Wettbewerb

Die Stadtverwaltung soll bis zum 15. Juni mit einem Planungsbüro einen Ausschreibungstext für einen städtebaulichen Wettbewerb erarbeiten. Alle Fraktionen wollen die Grünflächen erhalten.

Die Bürgeraktion Hilden hatte den anderen Ratsfraktionen im Vorfeld ergebnisoffene Gespräche über die Zukunft des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule angeboten. Darauf habe keine Fraktion reagiert, zeigte sich Ludger Reffgen im Stadtentwicklungsausschuss enttäuscht. Gleichwohl ist man sich, was das Ziel angeht, offenbar in vielem einig, zeigte die Sitzung des Fachausschusses.

20 000 Euro freigegeben

Bürgermeister Horst Thiele schlug deshalb vor, dass die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung am 15. Juni gemeinsam mit einem Planungsbüro einen Ausschreibungstext für einen städtebaulichen Wettbewerb erarbeitet. Er könne dann im Fachausschuss abgestimmt werden. Dann könne man auch über die Ausschreibungsform- und -bedingungen diskutieren.

Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Die Verwaltung will das Kölner Stadtplanungsbüro von Regina Stottrop beauftragen. Sie hatte bereits die Veranstaltung moderiert, in der Ideen und Anregungen von Anwohnern und Bürgern gesammelt wurden. Für die Vorbereitung des Wettbewerbs gaben die Politiker 20 000 Euro frei.

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Alle Fraktionen sind sich im Wesentlichen darin einig, dass die vorhandenen Grünflächen und wertvollen Bäume möglichst erhalten bleiben. Es soll unterschiedliche Wohnformen (Mehr- und Einfamilienhäuser) geben für Bewohner aller Alters- und Einkommensgruppen. Die Wohnungen sollen barrierefrei sein und energiesparend. Die Bürgeraktion setzt sich für generationenübergreifendes Wohnen ein. Ludger Reffgen sprach von einer modernen Version der Beginenhöfe in Flandern mit geförderten Sozialwohnungen für Singles mittleren und fortgeschrittenen Alters.

Regionale Büros auffordern

Der SPD ist "preiswerter Wohnraum für Familien mit Kindern" wichtig, erläuterte Jürgen Scholz. Die Grünen sprachen sich für Sozialwohnungen, energetisches Bauen und eine verkehrsarme Erschließung aus. Der Wettbewerb müsse verschiedene Alternativen liefern, betonte Susanne Vogel.

Die Unabhängigen legen Wert darauf, dass der Sieger-Entwurf des Wettbewerbs so kalkuliert sein müsse, dass er auch "zu vernünftigen Kosten" realisiert werden könne. Die Besitzformen sollten erst geklärt werden, wenn ein Investor für das Projekt gefunden sei. Jürgen Spelter (CDU) warnte davor, den Architekten in der Wettbewerbsausschreibung zu viele Vorgaben zu machen. Das schränke die Planer in ihrer Kreativität zu sehr ein.

Er regte an, insbesondere regionale Büros aufzufordern, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Das Vereinsheim des TuS Hilden liegt im Plangebiet, bleibt aber stehen, erläuterte Bürgermeister Horst Thiele. Was mit dem Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule geschehe, solle der Planer entscheiden, schlug er vor. Bürger hatten angeregt, das Gebäude nicht abzureißen, sondern es zu erhalten und umzubauen.

(RP)