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Hilden: Schweitzer-Areal: 30 Prozent Sozialwohnungen vereinbart

Hilden : Schweitzer-Areal: 30 Prozent Sozialwohnungen vereinbart

Sieben Jahre wurde politisch um die Bebauung des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule gerungen: Jetzt hat der Rat über Hildens umstrittenstes Bauprojekt entschieden.

Im Frühjahr 2015 werden der geänderte Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan rechtskräftig. Auf Antrag der Bürgeraktion Hilden wurde namentlich abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: 37 Ja-Stimmen, sieben Nein (Bürgeraktion, AfD, Allianz).

Eine Mehrheit von SPD, CDU und Grüne hat sich offenbar auf ein Vermarktungskonzept verständigt, kündigte Klaus-Dieter Bartel (Grüne) an. Ein Baufeld (WA 3) für Mehrfamilienhäuser wird der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WGH übertragen mit der Auflage, dort Sozialwohnungen zu schaffen.

Die drei Fraktionen wollen weiter sicherstellen, dass öffentlich geförderte Einfamilienhäuser für Familien entstehen. Im Baufeld WA2 sind Flächen für Wohnprojekte vorgesehen. Dort sollen mindestens 30 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Eine lockere Bebauung (wie von den Kritikern gefordert) sei "nicht die ökologischere Lösung", betonte Bartel.

Wichtig sei, dass nach sieben Jahre Debatte endlich gebaut werde: "Wir können dort 30 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen realisieren." Die CDU habe lange um eine Entscheidung gerungen, erläuterte Claudia Schlottmann: "Wir wollen ein Wahlversprechen erfüllen. Familien in Hilden brauchen bezahlbaren Wohnraum." Die meisten Bäume auf dem Gelände seien unter Schutz gestellt worden (so lange sie stehen), sagte Jürgen Scholz (SPD).

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Auf dem städtischen Gelände solle "preiswertes Wohnen" möglich gemacht werden. Die FDP habe das Verfahren "kritisch, aber positiv begleitet", meinte Rudolf Joseph: "Auch wir stimmen zu." Er bedauerte, dass sich keine Mehrheit für Bauen im Bestand (Umbau des Schulgebäudes) gefunden habe.

Die Stadt will die Grundstücke von 2016 bis 2020 selbst zu veräußern und die Infrastruktur (Straßen, Kanäle, Grünanlagen) selbst zu erstellen. Die Erwerber müssen sich verpflichten, Passivhaus-Standard einzuhalten. 18 Firmen/Bauträger, 147 private Bauherren/Käufer, drei private Projektgruppen für Mehrgenerationen haben sich in eine vorläufige Liste aufnehmen lassen.

(RP)