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Schulstart in Hilden und Haan: Schon jetzt Schulweg mit i-Dötzchen üben​

Hilden/Haan : Schon jetzt Schulweg mit i-Dötzchen üben

Rund 750 Kinder aus Hilden und Haan wechseln in diesem Sommer vom Kindergarten in die Grundschule. Die Polizei bittet Eltern, sich schon jetzt Zeit zu nehmen, um mit den Bald-Erstklässlern in Ruhe den Schulweg zu üben.

Der Tornister steht schon bereit, die Schultüten werden noch gebastelt, die Vorfreude steigt: Rund 750 Kinder in Hilden und Haan sowie insgesamt etwa mehr als 4000 Kinder im Kreis Mettmann starten Mitte August in ihre Schulzeit. Während für die meisten anderen Kinder die Schule bereits am Mittwoch, 10. August, startet, werden die i-Dötzchen in der Regel einen Tag später eingeschult. „Premiere feiern die i-Dötzchen dabei aber nicht nur als Schülerinnen und Schüler, sondern auch als regelmäßige Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, teilte die Polizei mit und rät allen Eltern: „Die Wochen vor dem Schulstart sollten noch einmal alle Eltern nutzen, um intensiv mit ihren Kindern den sicheren Weg zur Schule zu üben.

Ziel muss es sein, dass die Kleinen den Schulweg irgendwann sicher alleine bewältigen können und somit selbstständige Verkehrsteilnehmer werden.“ Eine Polizeisprecherin gibt Tipps: Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass diese möglichst nur auf dem Bürgersteig gehen sollen. „Diesen teilen Sie auf in die so genannte Kinder- sowie die so genannte Straßenseite. Die Kinder können sich leicht merken, dass sie nur auf den Kinderseiten, also nahe der Häuser, gehen sollen.“

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Ein weiterer wichtiger Punkt des Trainings sollte sein, den Kindern die Wichtigkeit des „Stoppsteins“ beizubringen: „Ihr Kind sollte immer wissen, wo es stehen bleiben muss, bevor es die Fahrbahn überquert. Das konsequente Stehenbleiben vor der Bordsteinkante ist von erheblicher Bedeutung. Die Kinder können sich den Spruch: ,Ein Stoppstein heißt stehen und nicht gehen‘ erfahrungsgemäß gut merken. Erst wenn sich das Kind dann vergewissert hat, dass die Straße frei ist, darf es rübergehen. Dabei sollte nicht getrödelt, aber auch nicht gerannt werden. Das Motto lautet: ,Nicht rennen und nicht pennen!‘.“

Anders sehe die Sache aus, wenn die Sicht auf die Straße behindert ist, zum Beispiel durch parkende Autos: „Dann müssen die Kinder zusätzlich zum Stoppstein auch an der Sichtlinie stehen bleiben und sich noch einmal vergewissern, dass kein Auto oder ein anderer Verkehrsteilnehmer kommt.“

Die Polizeisprecherin appelliert: „Bitte üben Sie den Schulweg mehrmals und wiederholt. Loben Sie Ihre Kinder, wenn sie ihre Sache gut gemacht haben. Angst ist kein guter Ratgeber, und unter Stress lernt das Kind nichts.“

Die Polizei begleitet den Schulanfang in der Regel mit besonders starker Präsenz. Bezirksdienstkräfte und Verkehrsunfallprävention, dazu Motorradfahrer und Kontrolltrupps vom Verkehrsdienst der Kreispolizei, unterstützt von Streifenwagenbesatzungen, sind an den ersten Tagen des neuen Schuljahres verstärkt im Umfeld von Schulen und Kindergärten im Einsatz. Dabei stellen sie regelmäßig Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung fest, beispielsweise sind Kinder nicht richtig oder überhaupt nicht angeschnallt, Elterntaxis parken im absoluten Halteverbot.

Elterntaxis sind grundsätzlich ein Problem in Hilden und Haan. Die Itterstadt startet nach den Sommerferien einen außergewöhnlichen Versuch und ruft zu einem Wettbewerb auf. „Glückliche Schülerinnen und Schüler, die möglichst sicher und gefahrenfrei zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule kommen - diesen Wunsch teilen viele Hildener Familien“, erklärt Bürgermeister Claus Pommer. Daher möchten der Verwaltungschef und die Hildener Grundschulen dafür werben, dass Eltern ihre Kinder darin unterstützen und sie nur in Ausnahmefällen mit dem Auto bringen: „Deshalb findet nach den Sommerferien für alle dritten und vierten Klassen der Wettbewerb ,Bye Bye Elterntaxi‘ statt.“

Sechs Wochen lang, vom 15. August bis zum 23. September, halten die Lehrkräfte laut Pommer nach, wie viele Mädchen und Jungen den Schulweg unmotorisiert zurückgelegt haben. „Die Schulklassen, die prozentual den geringsten Einsatz von Elterntaxen verzeichnen, gewinnen.“

Und der Gewinn kann sich sehen lassen: „Den drei Klassen, die es aufs Siegertreppchen schaffen, winkt als Preis jeweils eine Fahrt ins Phantasialand in Brühl. Die Plätze vier bis zehn können sich auf einen Ausflug ins Kletter- und Boulderzentrum Bergstation freuen“, erklärt Claus Pommer weiter. Die Ehrung soll im Rahmen von Hildens erstem Mobilitätstag am 24. September stattfinden.