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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt: Schulen bleiben eine Baustelle in Haan

Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt : Schulen bleiben eine Baustelle in Haan

Der Baukran kreist über der großen Baugrube an der Adlerstraße. Nach dem Gymnasium-Projekt stehen weitere Investitionen in Haaner Schulen an.

Bildung ist ein hohes Gut. Und Investitionen in die junge Generation sind gut angelegtes Geld, wird oft verkündet. Doch wenn es dann konkret um Vorhaben und deren Finanzierung geht, dann muss doch der ein oder andere Entscheidungsträger schlucken.

Denn es geht nicht um wenige tausend Euro, mit denen sich große Fortschritte erreichen lassen. Vielmehr sind schnell Größenordnungen im siebenstelligen Bereich - und darüber hinaus - erreicht. Das neue Gymnasium, ursprünglich auf rund 26 Millionen Euro kalkuliert, wird nun mehr als 30 Millionen Euro verschlingen. Und: noch steht die Entscheidung darüber aus, ob der auf einen vierzügigen Betrieb unter dem "G8"-System konzipierte Neubau nicht noch wachsen musst - weil künftig wieder "G9" gilt. Schon jetzt aber ist klar, dass die augenblicklich entstehenden Fundamente so stabil ausgeführt werden, dass bei Bedarf der Neubau aufgestockt werden könnte.

In der kommenden Woche tagt der Bildungsausschuss. In ihrer Sitzung werden sich die Politiker mit einer weiteren Schulbaustelle befassen. Es gilt, den Betrieb der Grundschule Gruiten dauerhaft sicherzustellen. Die sollte eigentlich einen Erweiterungsbau erhalten und danach der Altbau renoviert werden. Nun aber haben Untersuchungen ergeben, dass Altanstriche im Altbau mit dem Schadstoff PCB belastet sind. Die Sanierung derartiger Bauten bedingt meist, dass die Gebäude auf Rohbauzustand zurückgebaut werden, um alle belasteten Materialien zu beseitigen. Bliebe nur etwas erhalten, wäre der ganze Aufwand vergeblich gewesen. Und deshalb wird es auch keine Verbindung des heutigen Schulhauses zum Neubau an der Prälat-Marschall-Straße 65 geben. Die Planung muss jetzt umgestellt und überarbeitet werden. Daneben müssen Weichen auch für die Don-Bosco-Schule und den Ganztagsbetrieb gestellt werden. Viel Arbeit also.

ralf.geraedts@rheinische-post.de

(RP)