Schüler sammeln am Holterhöfchen in Hilden Müll ein

Umweltschutz : Schüler sammeln am Holterhöfchen Müll ein

„Fridays for Future“ einmal ganz praktisch: Großreinmachen mit Schülern von Gymnasium, Gesamtschule und Berufskolleg.

Eine weggeworfene Capri-Sonne, eine leere M&M-Packung und Plastikflaschen – was Filip Marin (16) und Dustin Klaas (19) in nur ein paar Minuten schon in ihren Eimern gesammelt hatten, zeigt die Dringlichkeit der Aktion. „Clean-up“ hieß es am Freitagmittag am Holterhöfchen. Schüler des Helmholtz-Gymnasiums, der Marie-Colinet-Sekundarschule und des Berufskollegs haben gemeinsam ihren Campus von Müll befreit. Einige von ihnen hatten morgens noch bei „Fridays For Future“ für mehr Klimaschutz demonstriert. Und während ein paar ihrer Klassenkameraden weiter nach Düsseldorf zur Großkundgebung gefahren waren, packten sie selbst an und sorgten vor der Tür für Ordnung.

Mit großem Erfolg: In rund 45 Minuten kamen alleine 2,6 Kilogramm Zigarettenreste zusammen, 15,3 Kilo Restmüll und 7,1 Kilo Glas.Insgesamt sammelten die sieben gemischten Schüler-Gruppen 29 Kilogramm Müll auf dem Campus.

„Die Schüler übernehmen Verantwortung und schützen konkret vor Ort die Umwelt“, erklärt Waldemar Christiansen vom Berufskolleg. „Gemeinsames Ziel ist es, den Campus positiv zu gestaölten und als sauberen öffentlichen Raum für alle erfahrbar zu machen.“ Seine Schule sowie die Sekundarschule nehmen zum ersten Mal an der Aktion teil. Initiiert hat sie im Mai 2019 Bernhard Osterwind vom Helmholtz-Gymnasium. „Wir hatten bereits drei Clean-ups“, erklärt er. Dabei sind immer rund 25 Kilogramm Müll zusammengekommen.

So genannte Trash-Hero-Chapter gibt es auf der ganzen Welt. Eine asiatische Nicht-Regierungs-Organisation hat sie ins Leben gerufen. Bernhard Osterwind ist auf sie aufmerksam geworden und hat die Aktion nach Hilden geholt. Erstmals beteiligen sich alle drei Schulen daran.

Filip Marin und Dustin Klaas lernen auf dem Berufskolleg IT-Techniker. Die beiden kommen aus Langenfeld, fahren nicht mit dem Auto, sondern mit dem Bus. „Ich finde gut, dass ich hier direkt vor Ort mit anpacken kann“, sagt Dustin. Müll schmeißt er selbst nicht auf den Boden, sondern in den Mülleimer, das ist klar. Auch Filip hält den Boden sauber: „Wir helfen hier gerne mit.“

Die Trash-Hero-Bewegung sammelt aber nicht nur Müll, sie organisiert auch Aktionen zur Müllvermeidung. In vielen Ländern gibt es bereits Trash-Hero-Edelstahlflaschen, die wiederbefüllt werden können. „An so einem Projekt arbeiten wir momentan“, verrät Bernhard Osterwind.

Weitere Infos gibt es  unter www.facebook.com/TrashHeroHGH im Netz. Die Clean-ups sind übrigens öffentlich, jeder kann mitmachen.

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