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Serie Evonik-Kinderuni: Schrumpelhaut in der Wanne und quellende Erbsen im Glas

Serie Evonik-Kinderuni : Schrumpelhaut in der Wanne und quellende Erbsen im Glas

Warum unsere Haut beim Baden schrumpelig wird, erklärt die zweite Folge unserer Serie zur "Evonik-Kinderuni. Dazu gibt es wieder ein Experiment.

Max war baden, zusammen mit seinen Plastikenten und richtig lange. Jetzt ist seine Haut ganz schrumpelig. Im ersten Moment hat er sich darüber erschrocken. Aber dann hat Mama gesagt: "Das ist nicht schlimm" und versprochen, dass es wieder weggeht. Die "Evonik-Kinderuni" erklärt euch, was beim Baden mit eurer Haut und der von Max los ist. Am einfachsten können wir das mit einer Handvoll getrockneten Erbsen erklären. Denn die werden im Wasser auch schrumpelig.

Und so funktioniert es: Füllt ein Glas bis oben mit getrockneten Erbsen. Anschließend gießt ihr so viel Wasser dazu wie möglich. Das Glas stellt ihr auf einen Blechdeckel, und das Ganze stellt ihr auf eine Erhöhung, zum Beispiel eine runde, nicht zu große Schachtel. Jetzt heißt es: abwarten — möglicherweise über eine Stunde lang. Und dann?

Die Erbsen saugen sich voll Wasser. Sie quellen auf und werden größer. Im Glas wird es deshalb immer enger. Weil kaum mehr Platz ist, müssen einige Erbsen raus aus dem Glas. Eine nach der anderen kullert über den Rand. Das macht auf dem Blech unter der Dose ein "Klock". Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Wieso saugen die Haut und die Erbse das Wasser ein und quellen dabei auf?

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Die Erklärung: Pflanzen bestehen genauso wie die Haut von Max und allen anderen Menschen aus vielen tausend einzelnen Zellen. Jede dieser Zellen ist in eine Hülle eingepackt. So wie auch ein Apfel in der Schale steckt oder Milch in der Tüte. Bei Zellen nennen Fachleute diese Hülle Membran, und eine solche Membran kann erstaunliche Dinge. Sie regelt, welche Dinge in die Zelle hinein und aus ihr heraus dürfen. Die Erbsenzellen beispielsweise lassen Wasser nach drinnen. Aber so gerne die Membran Wasser in die Zelle hineinlässt — Salze zum Beispiel, die schon in der Zelle sind, lässt sie nicht mehr heraus! Dadurch sammelt sich in der Zelle immer mehr Wasser.

Warum machen die Erbsen das? Es passiert etwas, das Chemiker "Osmose" nennen — und das geht so: Salze sind sogenannte Mineralstoffe. Und in der Natur ist es so, dass sich Mineralstoffteilchen immer gleichmäßig im Wasser verteilen wollen. Überall sollen gleich viele von ihnen herumschwimmen. Ob in einem Tropfen oben in einem Glas, in der Mitte des Glases oder am Boden des Glases: Nirgends sollen sich mehr Mineralstoffteilchen aufhalten als anderswo im Glas. Und das macht den Erbsenzellen richtig Arbeit: Wenn drinnen mehr Salze als in dem Wasser draußen herumschwimmen, will die Zelle das wieder ausgleichen und für eine gleiche Verteilung sorgen.

Nach dem Motto: "Zu viele Mineralstoffteilchen drinnen? Dann muss halt mehr Wasser rein!" Also saugt die Zelle immer mehr Wasser auf — und wird noch dicker. So funktioniert das auch beim Baden mit der menschlichen Haut: In den Hautzellen sind viel mehr Salzteilchen als im Badewasser, in dem Max und Anna sitzen. Wie die Erbsenzellen versuchen unsere Hautzellen, das auszugleichen, indem sie Wasser aufsaugen. Das lässt die Haut aufquellen und schrumpeln.

(RP)