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Hilden/Haan: Schnee bringt Arbeit und Vergnügen

Hilden/Haan : Schnee bringt Arbeit und Vergnügen

Der Wintereinbruch am Samstag hat in Hilden und Haan zu erheblichen Behinderungen geführt - aber auch für eine Menge Winterspaß.

Alle Hände voll zu tun hatten die Winterdienste in Hilden und Haan am Samstag. Die heftigen Schneefälle sorgten für erhebliche Behinderung auf den Straßen. Die Polizei meldete in einer Winterbilanz 47 Unfälle aus dem Kreisgebiet, bei denen zum Glück nur Blechschaden entstand. Fünf Unfälle gab es in Haan (Gesamtschaden rund 7000 Euro), vier in Hilden (Schadenssumme rund 9000 Euro).

Die weiße Pracht hatte aber auch ihr Positives - nämlich Wintervergnügen pur. Und zwar nicht nur für Kinder. Da jagten Kinder und Erwachsene am Nachmittag mit Schlitten die Hänge am Sandberg zwischen Hilden und Haan herunter. Dazwischen suchte auch ein Mountainbiker die Herausforderung auf glatter Piste. Große Schneemänner wuchsen in Vorgärten und aus Rasenflächen. Der Schnee hatte hervorragende Baueigenschaften. Auf dem abschüssigen Erlenweg in Gruiten waren Rodelschlitten unterwegs - bis gegen 17.30 Uhr der Schneepflug des Haaner Betriebshofes auch diese Anliegerstraße räumte und mit Salz abstreute. Bis dahin waren die Einsatzkräfte auf den Hauptstraßen unterwegs gewesen.

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Die Schneefälle waren so heftig, dass mancher privat geräumte Bürgersteig nach kurzer Zeit erneut von den Schneemassen befreit werden musste. So mancher räumpflichtige Anwohner hatte den Schnee an den Straßenrand geschoben, was die Fahrbahnen schmaler macht. Oft sind auch Rinnsteine blockiert, so dass bei steigender Quecksilbersäule das Abfließen des Tauwassers erschwert wird. Die Feuerwehren beider Städte mussten nicht winterbedingt ausrücken. Insofern dürften zumindest alle Bäume entlang von Straßen und Wegen der Schneelast standgehalten haben.

Ein großes Problem war die Glätte am Vormittag. Wer an einer Steigung in Haan oder Gruiten anhalten musste, hatte beim Wiederanfahren arge Probleme. So unter anderem ein Rheinbahnbus, der sich am Vormittag auf der Schillerstraße querstellte. Auf der Flurstraße ging zeitweise gar nichts mehr. "Da war wieder Sommerreifen-Parade", lautete ein spöttischer Eintrag in einer Haaner Facebook-Gruppe.

Autofahrer berichteten, dass die Straßen gegen Mittag in Hilden besser befahrbar waren als in der Gartenstadt.

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(RP)