Ferien zu Hause - 4: Sauna auch im Sommer

Ferien zu Hause - 4 : Sauna auch im Sommer

Es muss nicht immer der Urlaub in der Ferne sein: Hilden und Haan haben auch in den Ferien eine Menge zu bieten. In einer Serie stellt die RP Tipps für Urlaub zu Hause vor. Heute geht es um Wärme und Wohlgerüche, um Wellness.

Haan/Hilden Draußen der ewig gleiche Wechsel von wenig Sonne, viel Wolken und immer wieder ergiebigen Schauern. An solchen Julitagen — bis gestern Alltag — werden mit Mühe 18 Grad Celsius erreicht. Das ist schlecht für die Freibäder, aber gut für alle Saunabetreiber.

Ein heißer Whirlpool gehört zu den Attraktionen der großen "Birkensauna" in Haan-Gruiten. Zwischen 100 und 200 Gäste zählt die beliebte Sauna täglich, erst bei 300 Gästen wäre sie ausgelastet. Foto: olaf staschik

Im "Hildorado", dem städtischen Bad, wird derzeit der Saunabereich häufiger genutzt als üblich. Betriebsleiter Willi Laumen kann "im Moment nicht klagen." Mit 80 Personen wäre die städtische Sauna voll: Mittwochs, wenn Frauentag ist, und am Wochenende kommt das schon mal vor. "Dann machen wir auch schon mal zwei Aufgüsse gleichzeitig oder bieten alle halbe Stunde statt nur einmal pro Stunde Aufgüsse an." Die duftenden stündlichen Aufgüsse sind die Besonderheit der Sauna im "Hildorado". Sie heißen "Früchtetraum" "Rosenguss" oder "Fresh-Mint".

Auch Sena Cakal und Marlies Hartig, zwei Stammkundinnen, nutzen sie gerne. Sie kommen schon seit zehn Jahren einmal in der Woche. "Das ist gut für die Atemwege und hilft gegen niedrigen Blutdruck", erklärt Sena Cakal. Malis Hartwig ergänzt: "Das Dampfbad glättet die Haut." Beide waren schon seit Jahren nicht mehr erkältet und sind davon überzeugt, wegen ihrer Saunabesuche unempfindlicher gegenKälte und Hitze zu sein. Die Hildener Sauna gefällt ihnen, weil sie "klein und fein ist" und "sehr sauber". Darauf legen die Damen Wert. Willi Laumen bestätigt das: "Der Service ist sehr gut. Das muss er auch sein, weil wir es mit all den großen Supersaunen sonst nicht aufnehmen könnten."

Klein, das sind immerhin 400 Quadratmeter mit finnischer Sauna, Dampfbad und zwei Niedrigtemperatursaunen mit 40 beziehungsweise 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Dort herrschen "nur" 60 Grad Celsius und manche nutzen sie für ein Nickerchen.

In der "Birkensauna" in Haan-Gruiten gibt es darüber hinaus eigene Ruhe- und Schlafräume. Die "Supersauna", wie Willi Laumen sagen würde, hat elf verschiedene Schwitzbuden mit Temperaturen zwischen 45 und 120 Grad, darunter auch eine Salzkristall-Bio-Sauna und eine Solesauna. Angestellte Silvia Pellhammer zählt weitere Attraktionen auf: "Wir haben auch noch Infrarotkabinen, Dampfbäder, einen heißen Whirlpool, zwei Schwimmbäder und ein Tauchbad." Hinzu kommen zwei Gastronomiebetriebe "mit mindestens 60 verschiedenen Gerichten, darunter auch Schnitzel und Rumpsteak", eine Grillterasse, ein großer Biergarten und eine Cafeteria, in der man zwischen Eis, Kuchen und Säften wählen kann.

Die Birkensauna ist beliebt bei Besuchern aller Altersgruppen, die dafür auch weite Anfahrtswege in Kauf nehmen. Inhaber Dirk Häusler beschäftigt 15 bis 20 Personen. Seine Sauna ist erst ausgelastet, wenn etwa 300 Leute gleichzeitig schwitzen wollen. Zwischen 100 und 200 Gäste kommen derzeit täglich. Auch hier sind es, neben den Stammgästen die Wärmebedürftigen, die das schlechte Wetter in die feuchte Schwüle treibt.

Es gibt wahlweise Massagestühle oder ein ganzes Massagestudio mit fünf Masseuren, die die Besucher durchkneten. Zwei Masseure kommen auch im "Hildorado" zum Einsatz — wenn man sie rechtzeitig bucht.

(RP/ila)