Hilden: Sanierung der Polizeiwache

Hilden : Sanierung der Polizeiwache

Die Grundstücksgesellschaft der Stadtwerke will das 34 Jahre alte Gebäude für 1,5 Millionen Euro sanieren. Die Beamten wollen am Standort bleiben und warten auf eine Entscheidung des Innenministeriums.

Das Gebäude Kirchhofstraße 31 beherbergt seit 34 Jahren die Polizeiwache in Hilden. Es sei Zeit für eine gründliche Modernisierung, hat der Eigentümer, die Grundstücksgesellschaft der Stadtwerke Hilden, festgestellt. Unter anderem muss die Fassade erneuert und mit einer zeitgemäßen, gesetzlich vorgeschriebenen Wärmedämmung versehen, alle Fenster ausgetauscht sowie die Heizung und Sanitäranlagen ersetzt werden. Das würde gut 1,5 Millionen Euro kosten. Hinzu kommt, dass die drei Arrestzellen der Polizeiwache nach einer Gesetzesänderung ebenerdig liegen müssen. Heute sind sie im Keller untergebracht und müssten demnach verlegt werden. Zusammen mit weiteren polizeispezifischen Um- und Einbauten (schusssicheres Glas) müsste das Innenministerium rund 640 000 Euro übernehmen. Die Stadtwerke Hilden (die Grundstücksgesellschaft der Stadtwerke ist eine 100 prozentige Tochter der Stadtwerke Hilden) warten jetzt auf eine Kostenzusage des NRW-Innenministeriums, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Ullrich Schneider. Erst wenn die vorliegt, könne mit der Modernisierung begonnen werden.

Die drei Arrestzellen der Wache müssen aus dem Keller ins ebenerdige Erdgeschoss verlegt werden. Im Bild Heike Lachmann. Foto: Archiv/Stachik

"Der Standort der Polizeiwache ist zentral und für uns optimal", sagte dazu Wolfgang Busch, Leiter der Hildener Polizeiwache. Wegen der Gebäuderenovierung habe es bereits erste Gespräche mit der Aufsichtsbehörde (Innenministerium) gegeben: "Wir hoffen auf eine Entscheidung Anfang 2012."

Für die Umbauphase — die Grundstücksgesellschaft der Stadtwerke rechnet mit sechs Monaten — müsste die Polizei mit Sack und Pack in ein Ausweichquartier umziehen. Auch dafür zeichnet sich offenbar schon eine Lösung ab. Im großen Sitzungssaal der Stadtwerke sind derzeit Büros in Leichtbauweise eingerichtet worden. Dort könnte die Polizeiwache für sechs Monate provisorisch einquartiert werden. Der Zugang wäre nach Absprache möglich über den neuen Haupteingang der Feuerwehr.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium wird sich auch damit beschäftigen, dass nach der Modernisierung des Gebäudes die Miete steigt. Möglicherweise braucht die Polizei dann aber nicht mehr alle drei Etagen, sondern nur noch zwei. Dadurch könnte die Mieterhöhung kompensiert werden. Die Grundstücksgesellschaft der Stadtwerke könnte die freie Fläche selbst nutzen oder vermieten.

Das ganze Projekt wurde den Mitgliedern des Stadtrates in nichtöffentlicher Sitzung in der letzten Ratssitzung dieses Jahres am 14. Dezember vorgestellt.

(RP/jul)