Hilden: Sabine Klein-Mach leitet Fabry-Schule

Hilden : Sabine Klein-Mach leitet Fabry-Schule

Die Schulkonferenz der städtischen Wilhelm-Fabry-Realschule und der Schulausschuss haben Konrektorin Sabine Klein-Mach zur neuen Schulleiterin gewählt.

Die 40-jährige Pädagogin, die vor drei Jahren nach Hilden kam, war die Wunschkandidatin von Schulleiter Peter Schüller, der am Freitag verabschiedet wurde. "Unsere gemeinsame erfolgreiche Arbeit wird ohne Bruch weitergeführt — mit anderen Schwerpunkten", freute sich Schüller.

Wichtigste Aufgabe für Klein-Mach ist die Standortsicherung der städtischen Realschule, die speziell in Hilden im Wettbewerb mit der katholischen Theresien-, der evangelischen Fliedner-Realschule und der Bettine-von-Armin-Gesamtschule in Langenfeld steht. Dazu hat die neue Leiterin ein Konzept erarbeitet, das im Schulausschuss auf viel Zustimmung stieß.

"Gebundener Ganztag"

Vor einem Jahr hat die Fabry-Realschule für die fünften Klassen den "Gebundenen Ganztag" eingeführt. Montags, mittwochs und donnerstags sind die Schüler von 8 bis 16 Uhr in der Schule. Die Hausaufgaben beispielsweise werden von einem Lehrer betreut (das ist nicht in jeder Schule so) und können auf Wunsch in der Schule erledigt werden. Davon profitierten besonders schwache Schüler.

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"Bilinguales Lernen"

Das bilinguale Lernen wiederum fördere starke Schüler. Die Fünftklässler erhalten sechs statt vier Stunden Englisch in der Woche. In höheren Klassen werden sogar Erdkunde und Biologie stundenweise in der Weltverkehrssprache unterrichtet. "Das hilft beim Wechsel in die gymnasiale Oberstufe ungemein", weiß Klein-Mach und ist ein Angebot, das es so bislang nur an der Fabry-Realschule in Hilden gibt. Als drittes und neues "Profilfach" ist Sport vorgesehen.

Und wenn erst die neue Dreifachturnhalle im Holterhöfchen im nächsten Jahr fertig ist, fänden die Schüler dort ideale Raumbedingungen vor. Mit den Finanzzuschüssen für den Gebundenen Ganztag hat die Schule eine Lerntherapeutin engagiert, die im nächsten Schuljahr in der Fabry-Schule ein Lernbüro einrichten wird. Sie soll die Schüler auf Lese-Rechtschreib-Schwäche und Dyskalkulie testen und die Lehrer bei der Förderung von Schülern mit Lernschwierigkeiten unterstützen.

Mittelfristig strebe die städtische Realschule eine enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten Berufskolleg und dem städtischen Gymnasium an, erläuterte die neue Schulleiterin. Das Kolleg beispielsweise biete rund 30 verschiedene Abschlüsse bis hin zum Abitur an, was viele Eltern und Schülern nicht wüssten.

Mehr als die Hälfte der knapp 400 Fabry-Schüler haben einen Migrationshintergrund. Klein-Mach: "Dennoch haben wir keine Ausländerproblematik und keine Gewalt an unserer Schule."

(RP/rl)