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Gruiten: Runder Tisch zu Pfarrsaal mit Anwohnern

Gruiten : Runder Tisch zu Pfarrsaal mit Anwohnern

Mit einer Unterschriftenliste haben sich 30 Gruitener Anwohner sowohl an die Stadtverwaltung, als auch an den Verein Phoenix und die katholische Kirchengemeinde gewandt.

Sie fordern, bei den Umbauplänen für den Pfarrsaal St. Nikolaus in Gruiten-Dorf stärker mit einbezogen zu werden. Denn sie befürchten Lärmbelästigungen und Parkprobleme, sollte der Saal künftig für Partys, Discobetrieb und Konzerte zur Verfügung gestellt werden. Zugleich wollen sie darüber informiert werden, ob der geplante Gastronomiebetrieb in dem Pfarrsaal bezuschusst werde und dadurch andere Gastronomien in der Umgebung benachteilige.

"Ich habe den Initiatoren der Unterschriftenliste noch am selben Tag geantwortet", berichtet Professor Jürgen Brand, Vorsitzender des Vereins Phoenix, der den Pfarrsaal im Auftrag der Stadt umbauen und betreiben soll. Nach der Schließung des Bürgerhauses soll damit erreicht werden, dass Gruiten weiterhin über eine Versammlungsstätte verfügt.

Dem Verein liege viel daran, "bei der Realisierung des Konzeptes konstruktiv mit der interessierten Öffentlichkeit zusammenzuarbeiten", heißt es in dem Schreiben. Voraussichtlich nächste oder übernächste Woche werde es deshalb — wie von den Bürgern vorgeschlagen — einen runden Tisch mit Vertretern des Vereins, der katholischen Kirchengemeinde und der Stadt geben. "Der Bürgermeister hat angekündigt, selbst daran teilnehmen zu wollen."

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Die Haaner Verwaltung ist zurzeit dabei, einen geeigneten Termin zu finden. "Vermutlich wird die Stadt bei dem Treffen die Federführung übernehmen", sagt Stadtrechtsrat Michael Rennert. Einige Befürchtungen der Anwohner seien aber schon jetzt unbegründet: "Eine Jugenddisco wird nicht in den Saal kommen." Das bestätigt Phoenix-Vorsitzender Jürgen Brand. Er kann verstehen, dass Anwohner besonderes Interesse daran haben, was in ihrer nächsten Umgebung geschieht. Nachvollziehen kann er allerdings einige Sorgen nicht. Zum Beispiel die Angst vor einem Parkchaos.

"Die Kapazität des Pfarrsaales ist jetzt viel größer, als wir es künftig planen", sagt er. Weniger Besucher bedeuteten auch weniger Autos. Außerdem habe es früher sogar drei Kneipen in Gruiten gegeben, jetzt nur noch eine. Er blickt dem Gespräch mit den Anwohnern daher zuversichtlich entgegen.

(RP/rl)