Hilden: Rockröhren und feine Streicher

Hilden: Rockröhren und feine Streicher

Mit dem Konzert „Symphonic Rock“ vereinte die Musikschule Hilden erfolgreich Anhänger des Rockpop mit Verehrern klassischer Werke. Die Stücke wurden eigens für die große Orchester-Besetzung neu arrangiert.

Ein Abend für die ganze Familie. „Symphonic Rock“ heißt das Motto und für jeden ist etwas dabei. Die Kinder erfreuen sich an den Lichtspielen und der Musik, die ihre Geschwister spielen. Kinofans genießen das Medley mit den Melodien aus Welterfolgen wie „Batman“, „Jäger des verlorenen Schatzes“ oder „James Bond 007“, untermalt von Fotos aus den Filmen, auf zwei Großbildleinwände projiziert. Den ganzen Abend über werden auf sie Bilder vom Orchester und den Solisten geworfen, von mehreren Kameras aufgenommen. Eine wirklich gelungene Überraschung.

Der Publikumszuspruch ist riesig. Sven Lorig, Moderator des ARD-Morgenmagazins, führt locker plaudernd durch das Programm. Die fast 200 Musiker lassen die Rockfans auf ihre Kosten kommen. Und die von Organisator undMusikschullleiter Karl Hentschel ausgewählten Solisten fügen sich nahtlos ein. Ob die „dreckige Röhre“ (O-Ton Lorig) Tamara Peters, der Sauerländer Peter Waldhelm oder das Musikschulen-Eigengewächs Alex Kern: Sie liefern Rocksongs vom Feinsten. „Daytripper“ von den Beatles, „Angels“ von Robbie Williams, „Back to Black“ von Amy Winehouse und viele andere. Jeder Vortrag ein rockiger, voller Klang-Genuss.

Schecks in Höhe von 8500 Euro

Karl Hentschel nutzt den Abend auch, um Werbung zu machen. Nicht für die Musikschule, sondern die Aktion „JeKi“. Mit großem Erfolg. Noch während des Konzertes überreichen Dr. Petra Zylla im Auftrag des Hildener „Lion-Clubs“ und Dr. Gerhard Brüninghaus für den „Rotary Club“ Schecks im Gesamtwert von 8500 Euro und einige Musikinstrumente.

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Das ganz große Programm hat das Musikschulkollegium aufgefahren. Die Dirigenten Thomas Volkenstein, seit 20 Jahren Leiter des symphonischen Blasorchesters, und Matthias Kaufmann, der dem Sinfonieorchester vorsteht, leisten ihre Beiträge genau so wie die Dozentenband mit Jörg Hartig, Steffen Kamper, Ulf Stricker und Matthias Bangert oder die „Zauberflöten“ unter Leitung von Monika Greim, Silke Glaser und Kerstin Henckens. Nicht zu vergessen der Mittel- und Oberstufenchor des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums unter der Leitung von Julius Voget.

Alle 15 Jahre: zu wenig

Sie alle tragen zu diesem imposanten Klangerlebnis bei, dass es in Hilden nun zum zweiten Mal gibt. Das letzte Mal liegt allerdings 15 Jahre zurück. Vieles sei gleich geblieben, so der Moderator. Und der Musikschulleiter verspricht unter dem Eindruck des hohen Zuschauerinteresses dem begeisterten Publikum weitere intensive Klangerlebnisse dieser Art: „Alle 15 Jahre sind zu wenig.“

(RP)
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