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Kreis Mettmann: Reitwegebau mit Problemen

Kreis Mettmann : Reitwegebau mit Problemen

Der Neubau von Reitwegen sei sehr schwierig – nicht wegen der Finanzierung, "Wo ein Weg machbar und sinnvoll ist, würden wir sofort ein Projekt starten", sagt Bernhard May von der Unteren Landschaftsbehörde, der seit rund drei Jahrzehnten mit dem Thema befasst ist. Bei der Planung eines Weges von A nach B müssten alle Grundeigentümer zustimmen, was aber von rund 50 Prozent verweigert werde, erklärte er.

Für Planung und Bau von Reitwegen ist – städteübergreifend – die Stabsstelle Technische Koordinationsprojekte bei der Kreisverwaltung zuständig. Kreisweit gibt es laut Bernhard May ein zu 70 Prozent geschlossenes Reitwegenetz mit mehreren hundert Kilometern Länge. Allerdings wollten viele Reiter nicht entlang oder auf Straßen reiten. Dagegen gebe es nur "wenige Dutzend Kilometer an reinen Reitwegen".

Der Wegebau wird zum Teil finanziert aus den Gebühren für die Reitkennzeichen – rund 30 Euro pro Pferd und Jahr. Plaketten müssten aber nur Pferde tragen, die draußen geritten werden. Wer auf allgemeinen Wegen und Straßen unterwegs sei, brauche keine Plakette, ebenso wenig wie Turnierpferde, erläuterte May. Rund 1600 Reitkennzeichen seien ausgegeben. Tatsächlich dürfte es im Kreis 3000 bis 4000 Pferde geben, schätzt May.

(RP)